Lieber Unbekannter,

Lieber Unbekannter,

am Sonntag wollte ich mir im Büdchen an der Wetterstraße einen "Spiegel" kaufen. War ja eindeutig Lesewetter. Wie immer von der Auslage völlig überfordert, starrte ich auf die vielen Zeitschriften und fand nicht was ich suchte.

Sie hatten gerade bezahlt. Auf Nachfrage klärte der nette Büdchenmann auf. Sie hatten das letzte Exemplar ergattert. Doch anstatt einfach mit dem Magazin abzudampfen, hielten Sie es mir hin.

"Nehmen Sie. Ich schenke es Ihnen. Ist doch Weihnachten!" Mein verdutztes Gesicht bereitete Ihnen besonderes Vergnügen. Und mit einem breiten Lächeln verabschiedeten Sie sich.

Also ehrlich, lieber Unbekannter, ich weiß ja, dass es in Düsseldorf eine Menge netter Menschen gibt. Aber seit Sonntag kriege ich das Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht.

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein frohes und friedliches Weihnachtsfest. Und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser natürlich auch. Auf dass wir alle noch viele solcher Begegnungen haben werden.

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