IHK bietet Azubi-Sorgentelefon an Offenes Ohr

Wenn beim Start ins Berufsleben nicht alles rund läuft, wissen Auszubildende oft nicht, wo sie Rat suchen sollen. Im schlimmsten Fall brechen sie die Ausbildung dann ab. Die IHK Düsseldorf hat deshalb ein unabhängiges Sorgentelefon eingerichtet, das jetzt gestartet ist. Ziel ist es, die jungen Leute auch in Belastungssituationen bei der Stange zu halten und Ausbildungsabbrüche so zu vermeiden.

 Weitermachen! in vielen Fällen wäre ein Ausbildungs-Abbruch vermeidbar, wenn die ursächlichen Probleme früher erkannt würden.

Weitermachen! in vielen Fällen wäre ein Ausbildungs-Abbruch vermeidbar, wenn die ursächlichen Probleme früher erkannt würden.

Foto: Pixabay

Rund elf Prozent aller IHK-Auszubildenden in Düsseldorf und im Kreis Mettmann brechen ihre Ausbildung nach Kammer-Angaben vorzeitig ab. Oft sind es schlechte Noten in der Berufsschule oder Probleme im Ausbildungsbetrieb, die dazu führten, manchmal aber auch familiäre oder finanzielle Sorgen. So unterschiedlich die Gründe sind – in vielen Fällen wäre ein Abbruch vermeidbar, wenn die ursächlichen Probleme früher erkannt würden. Das Angebot dient ratsuchenden Azubis als erste Anlaufstelle und biete ihnen zunächst einmal ein offenes Ohr für ihre Anliegen. Die qualifizierten Beraterinnen und Berater vermittelten dann im nächsten Schritt einen persönlichen Gesprächstermin vor Ort. Bis zu drei Sitzungen können Azubis im Anschluss kostenlos in Anspruch nehmen, um gemeinsam mit den Fachberatern weitere Wege zur professionellen Hilfe zu erarbeiten.

„Das Sorgentelefon ist zunächst ein sehr niederschwelliges Angebot, weil es unverbindlich und diskret ist. Man braucht vorab keinen Termin zu vereinbaren und die Gespräche werden natürlich vertraulich geführt. Weder der ausbildende Betrieb noch sonst jemand aus dem Umfeld bekommt etwas davon mit, wenn Auszubildende sich dort melden“, versichert Clemens Urbanek, Geschäftsführer Berufsbildung und Prüfungen.

Gleichzeitig biete die IHK Düsseldorf unterstützende Webinare für Ausbilderinnen und Ausbilder zum Thema „Psychische Belastungen bei Auszubildenden“ an. Schließlich sei es in der Regel für beide Seiten – Auszubildende und Betrieb – nachteilig, wenn sich die Wege vorzeitig trennen. Urbanek: „Alle Beteiligten haben Zeit und Mühe investiert, die sich am Ende nicht auszahlen. Gerade in kleineren Unternehmen sind Azubis oft ein integraler Bestandteil der zukünftigen Personalplanung, die ein Abbrecher dann plötzlich über den Haufen wirft.“ Und: den Azubis hafte fortan der Makel ‚Ausbildung geschmissen‘ im Lebenslauf an.

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