Düsseldorf: Dackeldame Yule in Lohausen vermisst

Yule ist weg : Dackeldame vermisst

Gisela Külps aus Lohausen vermisst seit gut anderthalb Wochen eine ihrer beiden Rauhaardackeldamen. Mit ungewöhnlicher Hilfe hat sie den Weg des Hundes durchs Viertel nachgezeichnet. Jetzt hofft sie auf Hinweise.

Die Spur von Yule endet am Leuchtenberger Kirchweg – und zwar auf dem Bürgersteig. Wie es scheint, war der Dackel am vorvergangenen Samstagabend den Durchgang vom Lohauser Deich dorthin entlanggelaufen. Gisela Külps hofft immer noch, dass sie den vier Jahre alten Rauhaardackel lebend wiedersieht – und dass Allia (8), ihre andere Rauhaardackeldame, ihre Gefährtin wiederbekommt.

An jenem Tag war Külps gegen 19 Uhr auf dem Rückweg von einem ausgedehnten Spaziergang. Sie achtete gerade darauf, dass Allia unbeschadet den Lohauser Deich überquert, auf dem sich ein Radfahrer näherte. Dabei ließ sie Yule, die ohne Leine lief, kurz aus den Augen. „Auf einmal war sie weg“, sagt Külps. Zunächst machte sie sich keine Sorgen. Die Dackeldame hört gut und hat sogar eine Jagdhundegebrauchsprüfung bestanden. Külps vermutete, dass sie einen Fuchs gesehen hatte. „Ich habe nicht lange gesucht, sie weiß ja, wie sie nach Hause kommt.“ Das Haus befindet sich nur einige hundert Meter entfernt. Als der Hund eine Stunde später immer noch nicht aufgetaucht war, wurde Külps aber doch unruhig und lief noch mal los – ohne Erfolg.

Am Folgetag ging sie den Weg erneut ab und stieß unweit der Stelle, an der der Hund weggelaufen war, auf einen Fuchsbau. Külps leuchtete mit einer Taschenlampe in den Bau und ließ später sogar mit einer Kamera im Innern suchen. Es fand sich kein Hinweis auf ihren Hund, auf ihr Rufen und Pfeifen meldete sich Yule nicht. Sie hängte Plakate mit einem Foto von Yule auf, die sie inzwischen von Tasso bekommen hatte, der Tierschutzorganisation, bei der man Hunde registrieren lassen kann. Falls Yule im Tierheim oder bei einem Tierarzt abgegeben und der Code aus dem Implantat ausgelesen wird, wird die Halterin benachrichtigt. Bislang hat sie keine Nachricht erhalten.

Schließlich half auch noch eine Freundin – sie empfahl Gisela Külps zwei Expertinnen für Fährtensuche mit ihren speziell ausgebildeten Hunden. Die beiden Beagles nahmen nach einer Geruchsprobe von Yule (Hundegeschirr) abwechselnd eine Fährte auf. Es ging zunächst zu dem Fuchsbau, dann durch den Durchgang vom Deich zur Siedlung. Doch am Leuchtenberger Kirchweg endete plötzlich die Spur. Das lässt Gisela Külps hoffen: Es deutet nicht darauf hin, dass der Hund angefahren worden ist. „Yule ist sehr zutraulich und würde mit einem Fremden mitgehen“, vermutet die Hundehalterin.

Ob ein Gast von Haus Rheingarten den herrenlosen Hund vielleicht mitgenommen hat? Oder Jugendliche? „In Lohausen sind sicher keine Hundefänger unterwegs“, meint Külps. Sie hofft, dass sie Yule doch noch wiedersieht.

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