1. Düsseldorf

Störche Nester Rhein Wittlaer NABU Wasserschutzgebiet

Auch in Wittlaer sollen die Vögel am Rhein heimisch werden : Ein Nest für Störche

Entlang des Rheins zwischen Wittlaer und Kaiserswerth gibt es 76 Hektar naturnahe Kulturlandschaften. Dort befindet sich das Wasserschutzgebiet der Stadtwerke Duisburg. Es ist aber auch wichtiger, weitestgehend naturbelassener und geschützter Rückzugsort für zahlreiche Tierarten. Ab sofort sollen sich dort auch Störche heimisch fühlen.

Denn gemeinsam mit der Biologischen Station Haus Bürgel, dem NABU Düsseldorf und der Stadt haben die Stadtwerke Duisburg mitten in diesem geschützten Raum einen Storchenmast als Nisthilfe für die Langschnäbel aufgestellt. Zuvor waren Brunnenanlagen zurückgebaut und diese Flächen renaturiert worden. Im Zuge dieser Baumaßnahmen wurde dann auch ein Storchenmast aufgestellt.

„Wasserschutzgebiete sind inmitten städtischer Bebauung wichtige, naturbelassene Räume. Deshalb haben wir unser Gebiet sehr gerne für die Aufstellung eines solchen Mastes zur Verfügung gestellt. Die Gewinnung von Trinkwasser erfordert immer auch ein intaktes Ökosystem“, erklärt Thomas Oertel, Leiter der Trinkwassergewinnung für die Stadtwerke Duisburg.

Der zehn Meter hohe Mast hat am oberen Ende ein Podest mit rund 1,5 Meter Durchmesser, auf dem die Vögel ihr Nest für die Brut bauen können. „Störche werden alljährlich gesichtet in der Urdenbacher Kämpe, im Himmelgeister Rheinbogen und den Kaiserswerther Rheinauen. Mit den nun vorhandenen Storchennisthilfen werden sie hoffentlich bald auch in an dieser Stelle brüten“, sagt Gerda Hucklenbroich, Vorsitzende des NABU Düsseldorf.

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Störche fühlen sich traditionell am gesamten Niederrhein zur Brutzeit heimisch, in der Landeshauptstadt sind sie aber dennoch bislang nur selten gesehen. „Das soll sich durch die Aufstellung von Storchenmasten ändern. Wir wollen den Tieren auch in Düsseldorf eine attraktive Heimat bieten und hoffen damit auf die erste Brutansiedlung des Weißstorches nach mehr als 100 Jahren in Düsseldorf“, sagt Johanna Marks, Leiterin der Unteren Naturschutzbehörde der Stadt.

Der Storchenmast im Wasserschutzgebiet in Wittlaer wird aber noch einige Monate leer bleiben. „Die Störche kommen erst im März und April zurück nach Deutschland. Derzeit sind sie noch in ihrem Winterquartier auf der Iberischen Halbinsel oder in Nordwest- Afrika“, erklärt Julian Oymanns von der Biologischen Station Haus Bürgel. Sollte sich tatsächlich ein Storchenpaar auf dem Storchenmast niederlassen, könnten Jungtiere im Juli und August schlüpfen.