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Video-Aufklärer Manes Meckenstock: Müll nicht ins Klo! : „Ich lerne dazu“

Umweltschutz ist für den Düsseldorfer Kabarettisten Manes Meckenstock ein Herzensthema. Dementsprechend hat er sofort zugesagt, als ihn die Anfrage der Verbraucherzentrale NRW erreichte. Die hat Meckenstock als Protagonisten für ein Video engagiert, in dem der Spaßmacher anhand einiger alltagsnaher Beispiele erklärt, warum Müll nicht über Toilette und Spüle entsorgt werden sollte.

Herr Meckenstock, zum Einstieg eine Schätzfrage: Was glauben Sie, wie viel Liter Wasser verunreinigt ein Tropfen Speiseöl?

Ich schätze mal, es sind ganz schön viele. 

Es sind 600 Liter Wasser, die durch einen einzigen Tropfen verunreinigt werden.

Aha, Danke. Ich lerne gerne dazu. 

Als Protagonist eines Videos der Verbraucherzentrale NRW erklären Sie Menschen, dass Hygieneprodukte, Lebensmittelreste oder Medikamente nicht über Toilette oder Spüle entsorgt werden sollen. Wie kam es zu dem Engagement?

Es war ein ganz normaler Auftrag, wie jeder andere auch: Anfrage, Besprechung, Umsetzung. Wobei ich wirklich gerne für die Verbraucherzentrale gearbeitet habe. Ich schätze ihre Arbeit sehr - und würde auch nie einen Job übernehmen, den ich inhaltlich nicht vertreten könnte. Wenn man viel rumkommt wie ich, merkt man, was wo wie falsch läuft und wie einfach sich eingeschlichene Fehler beheben lassen - nämlich mit Aufklärung.

Gab es etwas rund um das Thema, das Sie im Zuge des Videodrehs gelernt haben und das Ihnen vorher so nicht bewusst war?

Ja klar, auch ich habe dazu gelernt. Bis zur Vorbesprechung habe ich immer meine Haare im Klo entsorgt, wenn ich meine Bürste gereinigt habe. Dann haben mir die Mitarbeiterinnen der Verbraucherzentrale Bilder von den im Kanal entstehenden Verzopfungen gezeigt, das sind Faserstoffansammlungen im Abwasser, die sich zu zopfartigen Strängen verbinden. Seitdem schmeiße ich meine Haarknödel brav in den Müll.

Was noch?

Nun, andere Sachen wusste ich schon vorher: Ich habe in meiner Radio-Sendung bei Antenne Düsseldorf mal einen Herrn vom Stadtentwässerungsbetrieb interviewt - und da ist auch einiges hängen geblieben.

Welche Fehler haben Sie sonst früher, was das Thema angeht, gemacht?

Vermutlich dieselben Fehler, die alle Unaufgeklärten machen: Haare, Fette, Feuchttücher. Essen hab ich hingegen nie ins Klo geschmissen, weil eine Freundin von mir mal eine Ratte in der Kloschüssel hatte. Die ist der Nahrungskette gefolgt. Und früher gab es ja noch keine Rattenklappen.

Viele Menschen tun sich sehr schwer damit, ihr eigenes Verhalten zu verändern. Wie war das bei Ihnen?

Es ist ja auch nicht einfach. Ich muss mir auch manchmal in den Arsch treten, zum Beispiel das Fett aus der Pfanne über ein Glas zu entsorgen. Auf der anderen Seite leben wir in einer Solidargemeinschaft: Wir wollen sauberes Wasser - also müssen wir auch etwas dafür tun.