Die Feuerwehr zeigt, wie Falschparker Leben gefährden Verlorene Rettungszeit

Die Rettungskräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst rücken im Jahr zu rund 152.000 Einsätzen in aus. Häufig genug kommt es dabei im wahrsten Sinne des Wortes auf jede Sekunde an. Doch nicht selten verstellen Falschparker den Rettungskräften auf der Fahrt zu Einsätzen den Weg - und wertvolle Zeit geht verloren.

Vor allem „Zweite-Reihe-Parker“ erschweren den Einsatzkräften der Feuerwehr das Durchkommen im Ernstfall ungemein.

Vor allem „Zweite-Reihe-Parker“ erschweren den Einsatzkräften der Feuerwehr das Durchkommen im Ernstfall ungemein.

Foto: Stadt Düsseldorf/David Young

„Es darf nicht sein, dass die Rettungskräfte zu spät kommen, weil Fahrzeuge verkehrswidrig abgestellt sind“, sagt Feuerwehrdezernent Christian Zaum am Rande eines Ortstermins in Friedrichstadt. „Bei Notfällen ist es oftmals ein Rennen gegen die Zeit. Rettungskräfte dürfen diese nicht mit Rangierarbeiten verschwenden müssen!“

Ohne Martinshorn und Blaulicht wurde jetzt aufgezeigt, wie viel Bewegungsfreiheit die Großfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr, die oftmals eine Breite von zweieinhalb Meter haben, benötigen. Für viele Autofahrer sei es noch immer eine vermeintliche Bagatelle, wenn sie ihre Fahrzeuge falsch parken. Die Unwissenheit oder gar Gleichgültigkeit könne aber schlimme Folgen haben.

Während der Rundfahrt in der südkichen City wurde die Feuerwehr durch zwei Einsatzkräfte der Rollerstaffel der Verkehrsüberwachung unterstützt. Diese ahndeten Falschparker umgehend und nahmen dort, wo es notwendig war, Abschleppmaßnahmen vor. „Uns geht es aber vielmehr darum, darzustellen, dass, wenn auch ein Auto an einer engen Stelle vielleicht noch durchkommt, ein großes Feuerwehrfahrzeug dort seine Grenzen finden kann“, ergänzt der stellvertretende Feuerwehrchef Carsten Hahn.

Wenn bei einem Notfall die Wege für die Feuerwehr durch falsch parkende Autos versperrt sind, versuchten die Einsatzkräfte zunächst, die Hindernisse zu umfahren. Aus verschiedenen Richtungen würden dann die Einsatzwagen zu der gemeldeten Adresse gelenkt, um so bei Engstellen trotzdem den Unglücksort schnell zu erreichen. Durch Umwege gehe jedoch wertvolle „Rettungszeit“ verloren. Wenn das Umfahren der Hindernisstelle nicht möglich ist, werde als letzte Möglichkeit versucht, das Fahrzeug wegzudrücken. Damit verbundene Beschädigungen der Autos seienkeine Seltenheit. „Das ordnungswidrige Parken in einer Feuerwehrzufahrt wird nach derzeit gültigem bundeseinheitlichen Bußgeldkatalog mit 55 Euro geahndet“, sagt Dennis Grebe, Teamleiter der Verkehrsüberwachung. „Sofern die Verursacherin oder der Verursacher nicht ermittelt werden kann, kommen im Falle einer Abschleppmaßnahme noch weitere Kosten hinzu, sodass man von mindestens 300 Euro sprechen kann.“

Rücksichtsloses Parkverhalten kann im schlimmsten Fall auch rechtliche Folgen nach sich ziehen, wenn aufgrund der Behinderung des Rettungseinsatzes Personen zu Schaden kommen - oder bei Beschädigungen an den Einsatzfahrzeugen.

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