Bauprojekte „Von was wir träumen dürfen ...“

Die städtebauliche, architektonische und gesellschaftliche Entwicklung Düsseldorfs in der Dekade 2015 bis 2025 wird in dem neuen Buch „Düsseldorf. Metropole am Rhein“ dargestellt.

 Das Bauprojekt „Gateway“ wird auf Seite 122 im Buch „Düsseldorf -Metropole am Rhein“ thematisiert.

Das Bauprojekt „Gateway“ wird auf Seite 122 im Buch „Düsseldorf -Metropole am Rhein“ thematisiert.

Foto: ja/Development partner AG

Die Buchpremiere war für die Immobilienmesse Mipim Anfang März vorgesehen, die aber wegen der Coronakrise abgesagt wurde. Oberbürgermeister Thomas Geisel, der das neue Buch jetzt vorstellte, sagt: „Gerade in den vergangenen fünf Jahren kann Düsseldorf auf eine bemerkenswerte und sehr attraktive städtebauliche Entwicklung zurückblicken. Die großen Projekte, am Gustaf-Gründgens-Platz, im Hafen oder rund um den Hauptbahnhof werden das Stadtbild nachhaltig prägen.“

Herausgeber sind neben Geisel die Planungsdezernentin Cornelia Zuschke sowie der Publizist und Dozent Dr. Dieter Nellen. Das Buch beschreibt auf 200 Seiten grundlegende Strömungen in der Stadtentwicklung und stellt 60 konkrete Bauprojekte in Wort und Bild vor. Zu den Autoren gehören Prof. Christa Reicher, Vorsitzende des Hochhausbeirats, der Architekt Christoph Ingenhoven sowie Planungs-, Bau-, Kultur-, Wirtschafts- und Verkehrsexperten der Stadt Düsseldorf. Kunstakademie-Rektor Karl-Heinz Petzinka ließ sich zur Bedeutung der aktuellen Planung und zur Stadt der Künste befragen. IHK-Geschäftsführer Ulrich Biedendorf steuerte ebenso einen Beitrag aus Sicht der Wirtschaft bei wie Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.

Die Mitherausgeber Cornelia Zuschke und Dieter Nellen sehen in mehreren Buchbeiträgen eine wachsende Bedeutung für die Metropole Düsseldorf und die Metropolregion Rheinland. Düsseldorfs eigener Weg bestehe in einer aktivierenden Planungspolitik mit hoher Partizipation der Stadtgesellschaft und schärferer internationaler Profilierung. Zuschke beschreibt „die verantwortungsvolle Stadt“.

Nellen beobachtet, dass das Land sich zur architektonischen Aufwertung Düsseldorfs durch das „Haus der Geschichte Nordrhein-Westfalen“ an der Rheinuferpromenade und ein ambitioniertes „nicht nur rein funktionales“ Regierungsviertel bekennt. „Spätestens seit dem von Oberbürgermeister Geisel ausgerufenen Städtebaujahr 2018 wird Düsseldorf überregional wahrgenommen als Stadt mit einer neuen Strategie und einem großen Masterplan“, so Nellen.

„Auf der Basis der Historie werden städtebauliche Perspektiven für die nächsten zehn bis zwanzig Jahre eröffnet. Zur europäischen Stadt des 21. Jahrhunderts gehört auch, dass die Verkehrswende strategisch angegangen wird. Das alles geschieht hier. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke: „Die Entwicklungsprozesse Raumwerk D, Mobilitätsplan D und Blaugrüner Ring sind ein Wert an sich. Sie zeigen uns, was wir träumen dürfen, aber sie bestärken uns auch: Diese Stadt kann das! Und wenn wir jetzt in Corona-Zeiten erleben, dass die Digitalisierung voranschreitet, dann sehe ich darin viel mehr Chancen als Probleme. Denn Düsseldorf ist aus der Historie immer die Stadt gewesen, in der Wohnen und Arbeiten räumlich zusammengehörten.“

Für den Blaugrünen Ring beschreibt Karl-Heinz Petzinka, der Rektor der Kunstakademie, das Projektziel so: „Dieses bedeutende Mehrdekadenprojekt, dieser städtebauliche Masterplan für die Kernstadt, könnte ein Meilenstein für viele Jahrzehnte werden, eine neue Meistererzählung für Düsseldorf als Metropole am Rhein begründen.“ Belebung des öffentlichen Raum.

Im letzten Kapitel setzt sich Thomas Geisel mit der „Metropole im kleinstmöglichen Format“ und dem Veränderungstempo in seiner Stadt auseinander. Das sei „ein interessantes Spannungsfeld“ mit vielen Meinungen, räumt er ein, glaubt aber, „dass eine Mehrheit stolz ist auf den Metropolen-Charakter“.

Er wirbt für einen Weiterbau der Stadt mit Prinzipien (Innenverdichtung vor Außenzersiedelung; verändern, um zu bewahren), der Verpflichtung auf strenge Klimaziele und mit einem „Ausbau der Verkehrsinfrastruktur Hand in Hand“ in der Region: „Dafür ist Düsseldorf gut aufgestellt.“

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