Marionetten-Fest An feinen Fäden

Einen Blick hinter die Kulissen verspricht das Düsseldorfer Marionetten-Theater am Samstag, 14. September. Dabei gibt es neben einem bunten Kurzprogramm auch die Möglichkeit, die Werkstatt des Theaters zu besichtigen.

 Auf dem Weg nach Lummerland: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer.

Auf dem Weg nach Lummerland: Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer.

Foto: Düsseldorfer Marionettentheater

Sie sind fantasievoll gestaltet, lächeln herzlich oder schauen grimmig, sind freundlich oder hinterhältig, neugierig oder herzlich und bieten den Zuschauern schon nach wenigen Augenblicken die Möglichkeit, sich ganz in der Inszenierung zu verlieren: die Marionetten des Düsseldorfer Marionetten-Theaters an der Bilker Straße. Dabei ist das Ensemble der kleinen Gelenkfiguren an langen Fäden breit aufgestellt: Jim Knopf und Lukas der Lokomtivführer gibt es, Beelzebub Irrwitzer und seine Tante Tyti aber auch Vogelfänger Papageno und Prinz Tamino, die der Königin der Nacht ihre Tochter Pamina zurückbringen sollen. Ihnen allen ist eines gemeinsam: Sie alle entstammen der Werkstatt des Düsseldorfer Marionetten-Theaters und der Fantasie dessen Leiters, Anton Bachleitner.

Der wurde 1981 und nach einer Ausbildung zum Schreiner als künstlerischer Leiter an das „Rheinische Marionettentheater Zangerle“ berufen. Bereits lange zuvor, noch in seiner Kindheit in Bad Tölz, wo Bachleitner schon früh durch das Tölzer Marionettentheater an das Puppenspiel herangeführt wurde, begann dessen Begeisterung für das Marionettenspiel.

Im Jahre 1985 gründete er das Düsseldorfer Marionetten-Theater, dessen Gesamtleitung er schließlich übernahm.

Neben den geschäftsführenden Aufgaben und der Spieltätigkeit gehören seither auch die Bildhauerei, der Bühnenbildentwurf und die Regie zu seinem Betätigungsfeld. Und etwas Besonderes zeichnet zudem das Düsseldorfer Marionetten-Theater und dessen Inszenierungen aus: Bachleitner pflegte eine enge Freundschaft mit dem Autor Michael Ende bis zu dessen Tod im Jahr 1995. Ein Grund, warum zahlreiche seiner Stücke als spezielle Inszenierungen am Haus zu erleben sind. Davon und von vielen weiteren Aspekten rund um das Theater kann man sich heute ab 12 Uhr mit eigenen Augen überzeugen.

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