1. Düsseldorf

In einer Umfrage äußerten sich Düsseldorfer zum Thema "Lebenswerte Stadt"

Umfrage : Die Stadt ist lebenswert

Zum vierten Mal startete die Stadt im vergangenen Jahr eine „allgemeine Bürgerumfrage“, der Schwerpunkt lag diesmal auf dem Thema „Lebenswerte Stadt“.

Dazu wurden Fragen zur Zukunft der Stadtentwicklung, der Wohngegend, der Wohnsituation und zum Verkehr gestellt. Die erzielten Ergebnisse sollen in zukünftige politische Entscheidungen einfließen und die Stadt bedarfsorientiert weiter entwickeln.

Jetzt legte man die Ergebnisse vor: 88 Prozent der Befragten gaben an, dass sie gerne in Düsseldorf leben. 87 Prozent beurteilen die Lebensqualität in der Stadt mit „sehr gut“ oder „gut“. Zu den Lebensbereichen mit hohen Zufriedenheitswerten zählen etwa „Einkaufsmöglichkeiten“ (89 Prozent), die „kulturellen Einrichtungen wie Konzerthäuser, Theater, Museen oder Büchereien“ (85 Prozent) aber auch „Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten“ sowie „Gesundheitliche Versorgung“ (jeweils rund 75 Prozent). Teilweise große Kritik gibt es auf den Feldern Wohnangebot, Mieten und Verkehr.

„Es freut mich sehr, dass 88 Prozent der Befragten offenbar gerne in unserer Stadt leben. Dass  viele Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teilgenommen haben, zeigt auch, dass ihnen ihre Stadt am Herzen liegt und sie gerne daran mitwirken, sie noch attraktiver zu machen“, sagt Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller.

Dennoch: den geringsten Zufriedenheitswert weist, wie bereits in den zuvor veröffentlichten Umfragen aus den Jahren 2015 bis 2017, der „Wohnungsmarkt“ auf, 60 Prozent sind damit unzufrieden. Auch die „Situation für Fahrradfahrende“ ist für 43 Prozent der Befragten nicht zufriedenstellend.

Zu den am häufigsten genannten größten Problemen in Düsseldorf gehören „zu hohe Mieten“, „zu viel Straßenverkehr“, ein „unzureichendes Wohnungsangebot“, „zu unsichere Radwege“ sowie „zu wenige Radwege“ - diese Punkte werden jeweils von mehr als 40 Prozent der Befragten als größte Probleme wahrgenommen. Die fünf am häufigsten genannten größten Probleme sind seit 2015 die gleichen geblieben, lediglich die Anteilswerte haben sich zum Teil verändert. So werden „zu hohe Mieten“, „zu viel Straßenverkehr“ und „unzureichendes Wohnungsangebot“ heute noch häufiger als größte Probleme angesehen als 2015, „zu wenige Radwege“ dagegen seltener (minus 3 Prozentpunkte).

Zwar fühlt sich eine eindeutige Mehrheit der Düsseldorfer in ihrer Wohngegend wohl, 72 Prozent der Befragten bewerten die Lebensqualität als sehr gut oder gut, als gepflegt, kindgerecht, freundlich und grün. Jedoch ist im Hinblick auf das Wohnungsangebot in der Landeshauptstadt eine Mehrheit (60 Prozent) sehr unzufrieden oder unzufrieden. Als Hauptproblem werden hierbei zu hohe Mieten (73 Prozent; 2017: 70 Prozent) genannt. Auch der Straßenverkehr wird von mehr als der Hälfte (55 Prozent; 2017: 50 Prozent) als störend empfunden. Ebenfalls 55 Prozent (2017: 45 Prozent) der Befragten halten das Wohnungsangebot in Düsseldorf generell für unzureichend. 71 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass mehr Wohnungen in den umliegenden Gemeinden gebaut werden sollten, um den Düsseldorfer Wohnungsmarkt zu entlasten.

Im Bereich des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) wünschen sich die Bürger Verbesserungen. Mehr als die Hälfte (56 Prozent) würde sich über geringere Fahrtkosten freuen, 39 Prozent erwarten, dass Busse und Bahnen an der Pünktlichkeit arbeiten. Auch im Bereich des Radverkehrs sind Verbesserungen gewünscht. Als Hauptproblem geben 49 Prozent der Befragten an, dass es zu wenige Radwege in der Landeshauptstadt gäbe. 48 Prozent empfinden die Radwege zudem als unsicher.

In Bezug auf ihr Image wird die Stadt Düsseldorf ihren BürgerInnen vor allem als „wirtschaftskräftig“, „international“, „lebenswert“, „lebendig“, „modern“ und „urban“ wahrgenommen. Bei diesen Eigenschaften gibt es Zustimmung von mindestens 80 Prozent.

Im März und April 2019 waren rund 28.000 Bürger vom Amt für Statistik und Wahlen schriftlich um ihre Teilnahme gebeten worden. 7.846 Fragebögen konnten diesmal ausgewertet werden. Dies entspricht einer Ausschöpfungsquote von 30 Prozent. Detaillierte Ergebnisse  unter www.duesseldorf.de/statistik-veroeffentlichungen.

Wie, liebe Leserinnen und Leser, ist Ihre Meinung zur „Lebenswerten Stadt Düsseldorf“? Meinungen und Einschätzungen bitte an redaktion@duesseldorfer-anzeiger.de.

(sp)