Fortuna-Check im Hinblick auf Aufstiegschancen 2022/ 23 Ein neuer Anlauf

Die Saison der Fortuna wird am Sonntag bei St. Pauli entspannt zu Ende gehen. Der Trainerwechsel auf Daniel Thioune brachte eine unglaubliche Serie von zwölf Spielen ohne Niederlage und das Team in ruhiges Fahrwasser. Erfolgreich war die Saison deshalb aber noch lange nicht, es wurde nur das Schlimmste verhindert. In der neuen Spielzeit will man  zumindest über weite Strecken eine Chance auf den Aufstieg haben. Wir beleuchten dafür den Kader und schauen, wo die Baustellen sind.

 Khaled Narey war in der Saison, in der Schlimmeres verhindert wurde, herausragender Fortuna-Akteur. Das ist vielen Interessenten nicht verborgen geblieben. Daher ist sein Verbleib für die neue Spielzeit offen...

Khaled Narey war in der Saison, in der Schlimmeres verhindert wurde, herausragender Fortuna-Akteur. Das ist vielen Interessenten nicht verborgen geblieben. Daher ist sein Verbleib für die neue Spielzeit offen...

Foto: Horstmueller GmbH / Schröder/HORSTMUELLER GmbH / Schröder

Defensive (inkl. Torwart):

Glaubt man weiter an die Entwicklung von Florian Kastenmeier im Kasten? Immer wieder liefert er bärenstarke Leistungen ab, zeigt sein Potenzial. Doch sind die Darbietungen des Torwarts auch schwankend, es gesellen sich immer mal wieder haarsträubende Fehler dazu. Vor allem in der Strafraumbeherrschung ist noch viel Luft nach oben.

Weiter hängt viel davon ab, ob es gelingt Jordy de Wijs zu verpflichten. Seinen Wert hat der vom englischen Zweitligisten Queens Park Rangers ausgeliehene Innenverteidiger ausreichend bewiesen. Er wäre neben dem verletzungsanfälligen Andre Hoffmann erstmal gesetzt. Dazu hätte man mit Christoph Klarer und Tim Oberdorf gute Leute, die in die Startelf drängen. Ohne de Wijs müsste man jedoch aktiv werden.

Das muss man sicher auf der Linksverteidigerposition, nach den Abgängen von Koutris und Hartherz ist Ersatz erforderlich. Auf der rechten Seite wirbelt der unermüdliche Matthias Zimmermann, auch hier wäre ein Back Up wünschenswert. Mit Takashi Uchino gibt es den schon im Verein. Ihm sollten ein Profivertrag und ein fester Kader im Zweitligateam angeboten werden. Dass er es kann, hat er beim legendären Spiel in Paderborn nachgewiesen.

Mittelfeld:

Hier wurde mit der Verpflichtung von Ao Tanaka ein Zeichen gesetzt. Fortunas Verantwortliche sehen noch viel Entwicklungspotenzial im japanischen Mittelfeldspieler, er soll das Gesicht im Zentrum des Teams werden. Auch Edgar Prib hat sich in den Wochen unter Thioune für eine Weiterverpflichtung empfohlen, wenn er zu Gehaltseinbußen bereit ist, könnte es zu einer Einigung kommen. Sollten auch die alten Recken Sobottka und Bodzek bleiben, wäre das Zentrum damit gut abgedeckt.

Eine Baustelle gibt es aber im offensiveren Mittelfeld. Shinta Appelkamp kann diese Position zwar wunderbar mit Leben füllen, allerdings ist er sehr verletzungsanfällig. Hier müsste Thioune eine weitere Alternative zur Hand gegeben werden.

Auf den Außenpositionen ist die Fortuna dagegen sehr gut besetzt. Das könnte sich natürlich schnell ändern, wenn dem Wechselwunsch von Khaled Narey entsprochen wird. Für einen der besten Vorbereiter der Liga sollte es dann aber eine angemessene Ablöse geben. Gleichwertigen Ersatz zu finden, dürfte dann aber die vielleicht größte Aufgabe des Sommers werden.

Angriff:

Die Rote Karte von Daniel Ginczek aus dem Spiel gegen Darmstadt wird Auswirkungen haben, denn der Stürmer wurde für zwei Spiele gesperrt und fehlt damit beim Saisonauftakt. Ärgerlich, denn wenn Ginczek die komplette Vorbereitung mitmachen kann und richtig fit ist, wird er eine große Verstärkung sein. Das hat er in seinen bisherigen Einsätzen schon mehr als angedeutet. Ein Sturmduo Hennings/ Ginczek wird jede Verteidigung der zweiten Liga vor Probleme stellen. Dazu kommt mit Emmanuel Iyoha noch ein flexibel einsetzbarer Offensivspieler, dem sein erstes Fortuna-Tor sicherlich Auftrieb geben wird. Nach dem Ende der Leihe von Robert Bozenik sollte aber mindestens noch ein Offensivspieler geholt werden, wenn man nicht einen weiteren Anlauf mit Dawid Kownacki wagen will. Der blüht in Polen bei Lech Posen wieder auf und hat vier Tore erzielt. Vielleicht funktioniert ja auch er unter Thioune.

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