Die Redaktion wünscht alles Gute für das just begonnene Jahr

Alles auf Anfang : Die Redaktion wünscht alles Gute für das just begonnene Jahr

Jetzt liegt es also vor uns, das neue Jahr. 2019. Völlig jungfräulich. Früher hätte man an dieser Stelle die wunderbaren Element of Crime zitiert und ihr Lied "Weißes Papier". Aber heute schreiben ja die Wenigsten noch auf Papier.

Das neue Jahr wäre also, um in zeitgemäßeren Bildern zu sprechen, eher ein Bildschirm, der noch leer ist. Und auf dem nun ganz langsam die ersten Lettern erscheinen. Am Anfang des Jahres steht bei vielen der Exzess, bei manchen auch das anschließende Bedauern. Es folgen viele Fotos in sozialen Netzwerken. Menschen, die sich zuprosten, 2019er-Brillen tragen und "Happy New Year"-Girlanden an den Wänden befestigt haben. Gute Wünsche werden ausgesprochen. Gute Vorsätze gefasst. Mehr Sport. Gesündere Ernährung. Das sind die beiden, die die allermeisten auf der kopfinternen To-do-Liste haben dürften.

Weniger Autofahren wäre auch gut. Häufiger mal das Rad nehmen. Bus und Bahn. Oder gar zu Fuß gehen. Den Stromanbieter wechseln. Sich mal wieder für eine gute Sache engagieren. Ein Ehrenamt übernehmen. Und den eigenen Plastikverbrauch runter fahren. Über all das werden wir in den kommenden Ausgaben von "jetzt! Düsseldorfer Anzeiger am Wochenende" berichten. In der Hoffnung, den einen oder die andere von Ihnen zum Umdenken zu bewegen. Und nicht ohne an den Berliner Liedermacher Funny van Dannen zu denken, der eine Art Hymne auf die guten Vorsätze schrieb. Sie heißt "Gutes tun" und eine Text-Passage geht so: "Bewusster Atmen, gesunde Sachen essen/Mit Nazis diskutieren, die Mutter nicht vergessen/Auch einmal fremden Hundekot entfernen/Den Islam näher kennenlernen".

Was van Dannen einst humorig formulierte, ist in Wirklichkeit einigermaßen ernst. Die Herausforderungen, mit denen wir alle in 2019 und den Folgejahren konfrontiert sein werden, sind nämlich — und hier klingen wir wie die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin — ebenso groß wie zahlreich. Die wenigsten werden alles auf einmal ändern können oder wollen. Aber jeder kann sein Teil dazu beitragen, dass die Welt eine bessere wird, als sie in 2018 war. Wir als Redaktion werden es auch versuchen und wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr.

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