Die Netzgesellschaft erläutert die Stromausfälle im Stadtteil Dunkles Derendorf

Im Stadtteil Derendorf ist es in den vergangenen Monaten vermehrt zu Stromausfällen gekommen. Sowohl die Häufung als auch die Dauer stellen für die Netzgesellschaft nach eigenen Angaben eine absolute Ausnahme dar, deren Ursache aber inzwischen bekannt sei und aktuell behoben werde.

Da ging öfters mal die Taschenlampe an: In Derendorf kam es zuletzt zu mehreren Stromausfällen.

Da ging öfters mal die Taschenlampe an: In Derendorf kam es zuletzt zu mehreren Stromausfällen.

Foto: Pixabay

Um die „ungewöhnliche Ausgangslage“ zu verstehen, muss man nach Darstellung der Fachleute zunächst folgendes wissen: Die Infrastruktur der Stromversorgung ist in Düsseldorf so ausgerichtet, dass beim Ausfall einer Komponente, wie beispielsweise eines Stromkreises, Umschaltmöglichkeiten in der Regel eine Ausweitung der Störung verhindern und eine schnelle Wiederversorgung der Menschen ermöglichen.

Im Juli 2023 hatte es nach einer ersten Störung im Bereich der Tannenstraße eine zweite Unterbrechung gegeben, bei der ein Bagger bei Tiefbauarbeiten ein Kabel durchtrennte. In der Folge kam es zudem zu einem Kurzschluss. Durch den zweifachen Schaden fehlte die übliche Umschaltmöglichkeit, so dass dieser Stromausfall mehrere Stunden dauerte. Betroffen seien Endverbraucher und -verbraucherinnen im Bereich Derendorfer Allee, Füsilierstraße, Franken-, Tannen-, Roß- und Schwannstraße, An der Ulanenkaserne und Zur alten Exerzierhalle gewesen.

„Wir gehen davon aus, dass diese ersten beiden Ereignisse zu weiteren Schäden im Kabel geführt haben. In der Folge kam es zu weiteren – nicht vorhersehbaren – Ausfällen“, erklärt Gerhard Hansmann, Geschäftsführer der Netzgesellschaft Düsseldorf. Und er fügt hinzu: „Wir arbeiten unter Hochdruck daran, auch hier wieder Versorgungssicherheit herzustellen.“

Aktuell ist die Netzgesellschaft westlich des Kennedydamms auf der Uerdinger Straße baulich unterwegs. Dort werden Kabel-Teilstücke ausgetauscht und in eine neue Verteiler-Schaltanlage eingebunden. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Anfang November.

Nach Beendigung dieser Tätigkeiten geht es weiter auf der Ulmenstraße/ Ecke Tannenstraße – dort sollen weitere Teilstrecken ausgetauscht werden. Diese beginnen voraussichtlich in der zweiten Novemberwoche und werden etwa sechs Wochen dauern.

Die Arbeiten erfolgten nacheinander und nicht parallel, weil so sukzessive die Versorgungssicherheit erhöht und die eingangs erwähnten Umschaltmöglichkeiten wieder eingerichtet werden könnten, so dass im Falle eines Stromausfalles eine schnelle Wiederversorgung künftig gewährleistet ist. Gerhard Hansmann: „Die Erneuerung der beschrieben Kabel-Teilstücke und die damit verbundene Einbindung der Schaltanlage sind örtlich konzentrierte Maßnahmen und werden daher nicht von allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern wahrgenommen. Deshalb ist es uns wichtig, darauf hinzuweisen, dass wir unter Hochdruck daran arbeiten, auch in diesem Stadtteil die gewohnte Versorgungssicherheit sicherstellen zu können.“