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Beitragen zum Umweltschutz: Nachhaltigkeit im Alltag: Infos & Tipps

Beitragen zum Umweltschutz : Nachhaltigkeit im Alltag: Infos & Tipps

Nachhaltigkeit ist kein Begriff mit einer allgemeingültigen Definition. Die Bedeutung variiert je nach Kontext. Doch oft wird Nachhaltigkeit heutzutage mit einer ökologisch verantwortungsvollen und ressourcenschonenden Lebensweise gleichgesetzt.

Dadurch soll auch für nachfolgende Generationen eine lebenswerte Zukunft sichergestellt werden — und jeder kann dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Viele Maßnahmen lassen sich im Alltag mit relativ wenig Aufwand einfach umsetzen:

In den Medien ist häufig von der sogenannten Konsum- oder Wegwerfgesellschaft die Rede. Betrachtet man den Umgang mit defekten Geräten, ist diese Bezeichnung nachvollziehbar. Statt kaputte Haushaltsgeräte wie Toaster oder Geschirrspüler zu reparieren, werden diese entsorgt und neu angeschafft.

Viele trauen sich nicht, die Geräte zu öffnen oder es fehlt das nötige Wissen für eine Reparatur. Dabei finden sich auch für komplexere Geräte wie etwa eine Waschmaschine ausführliche Anleitungen im Internet, die bei der Fehlersuche helfen und Schritt für Schritt zeigen, wie defekte Elemente ersetzt werden können.

Dadurch lässt sich nicht nur der Umwelt etwas Gutes tun, sondern auch noch Geld sparen. Nachhaltigkeit kann so einfach sein.

Chemische Reinigungsmittel gelangen über das Abwasser in den Boden, in Flüsse und ins Meer — und dadurch oft sogar ins Grundwasser. Betrachtet man dabei die Inhaltsstoffe dieser Reinigungsmittel, wird schnell klar, dass dies nicht umweltfreundlich sein kann.

Wer etwas gegen diese Umweltverschmutzung unternehmen möchte und darüber hinaus auch seiner eigenen Gesundheit etwas Gutes tun möchte, der kann auf ökologische Alternativen zu chemischen Reinigungsmitteln setzen. Derartige Alternativen sind teilweise im Handel erhältlich oder können in vielen Fällen aus einfachen Zutaten ganz einfach selbst hergestellt werden.

Müll ist ein Problem — sowohl für die Umwelt als auch für die Gesellschaft. Das ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Hierzulande produziert jeder Verbraucher im Durchschnitt rund 626 Kilogramm Abfall pro Jahr. Obwohl sich Müll in den meisten Fällen nicht gänzlich vermeiden lässt, kann man ihn mit wenigen Maßnahmen doch ganz einfach reduzieren:

  1. Beim Einkaufen können Stoffbeutel statt Plastiktüten verwendet werden.
  2. Statt Plastikflaschen zu kaufen, kann man Glasflaschen oder Mehrwegflaschen aus Edelstahl nutzen.
  3. Gurken, Bananen und Co. müssen nicht verpackt gekauft werden — sie verfügen schon über eine biologisch abbaubare, natürliche Schale.
  4. Alu- und Frischhaltefolie sind für die Aufbewahrung von Lebensmitteln nicht notwendig, stattdessen können auch wiederverschließbare Behälter und Boxen oder Papiertüten eingesetzt werden.
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Foto: nd3000 / fotolia.com

Diese Dinge umzusetzen erfordert keine großen Umstellungen — doch die Auswirkungen auf die Umwelt sind enorm.

Da sich Müll meist nicht komplett vermeiden lässt, ist es umso wichtiger, den entstandenen Abfall richtig zu entsorgen. Nur wenn der Müll sortenrein getrennt wird, kann das Potenzial von Recycling ausgeschöpft werden.

  1. Unbedingt getrennt werden sollten Bio-, Rest- und Kunststoffmüll sowie Glas und Papier.
  2. Batterien, Elektrogeräte sowie Medikamente dürfen außerdem nicht über den Hausmüll entsorgt werden, sondern müssen in speziellen Entsorgungsstationen abgegeben werden.
  3. Wer noch einen Schritt weitergehen will, der kann darüber hinaus Getränkekartons, Alu, Weißblech und andere Verpackungsmaterialien getrennt entsorgen.

Doch nicht nur Verpackungsmüll lässt sich relativ einfach verringern. Laut einer Studie des WWF werden jedes Jahr rund 18 Millionen Tonnen Lebensmittel weggeworfen — und das allein in Deutschland. Das entspricht rund einem Drittel der insgesamt produzierten Lebensmittel. Gegen diese Verschwendung kann man etwas unternehmen: Wer seine Mahlzeiten für die Woche im Voraus plant und nur einkauft, was er auch wirklich benötigt, wirft in vielen Fällen automatisch weniger weg.

Viele Lebensmittel landen darüber hinaus im Müll, weil das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist — doch dieses ist lediglich eine Empfehlung. Die meisten Nahrungsmittel können auch nach dem Ablaufdatum noch bedenkenlos verzehrt werden. Und wer doch mal etwas übrig hat, das er nicht mehr benötigt, der kann seine Lebensmittel auf Foodsharing-Plattformen mit anderen teilen. Diese Möglichkeit des Foodsharing funktioniert übrigens auch in Düsseldorf ganz wunderbar.

Beim Lebensmittelkauf empfiehlt sich ein Blick auf das Herkunftsland. Müssen die Produkte erst über weite Strecken eingeflogen werden, ist dies einer nachhaltigen Lebensweise nicht zuträglich. Stattdessen können viele Lebensmittel aus regionaler Produktion gekauft werden, um die Transportwege zu verkürzen.

Dies gilt allerdings nur, sofern auch saisonal konsumiert wird. Im Winter wächst in Deutschland kein Brokkoli und auch keine Erdbeere. Dementsprechend sollten Lebensmittel nicht außerhalb der Saison gekauft werden, da sie entweder eingeflogen oder mit einem hohen Verbrauch an Strom und Wasser in Gewächshäusern gezüchtet wurden. Wer auf diese Nahrungsmittel trotzdem nicht verzichten will, kann sie entweder einfrieren, wenn sie Saison haben oder tiefgefroren kaufen.

Beim Einkaufen von Lebensmittel sollte darüber hinaus auch auf Bio-, Fairtrade- oder Nachhaltigkeitssigel geachtet werden.

Vom Wasserkocher über den Fön bis hin zum Fernseher: Viele Geräte verbrauchen dauerhaft Strom, obwohl sie die meiste Zeit des Tages gar nicht oder nur wenig genutzt werden. Der Grund dafür ist der Standby-Modus. Selbst im Energiesparmodus wird Strom und damit eine wertvolle Ressource verbraucht.

Doch das lässt sich ganz einfach ändern: Abschaltbare Steckdosen schieben dem Stromverbrauch einen Riegel vor. Auch in diesem Fall freut sich nicht nur die Umwelt, sondern auch der Geldbeutel über diese schnell und kostengünstig umzusetzende Maßnahme.

Bei einer Renovierung können sehr viele Maßnahmen umgesetzt werden, die erheblich zu einer nachhaltigeren Lebensweise beitragen:

  1. Statt alte Möbel komplett zu entsorgen, können diese durch einen neuen Anstrich oder neue Griffe häufig aufgewertet werden und so wieder in neuem Glanz erstrahlen. Zum Thema Upcycling finden sich im Internet zahlreiche Anleitungen und interessante Videos.
  2. Darüber hinaus sollte auch darauf geachtet werden, welche Materialien bei der Renovierung eingesetzt werden. Bei den verwendeten Bodenbelägen, Wandfarben und Co. sind Umwelt- und Schadstoffsigel entscheidend.
  3. Müssen neue Elektrogeräte angeschafft werden, sollte auf eine gute Energieeffizienzklasse geachtet werden. Diese ist allerdings abhängig von der jeweiligen Geräteklasse. Während einige Geräte nur bis Energieeffizienzklasse A erhältlich sind, gibt es andere sogar bis zur Klasse A+++. Hier sollte im Vorfeld recherchiert werden, welche Elektrogeräte wirklich als effizient gelten, um böse Überraschungen bei der Stromrechnung zu vermeiden.


Eine nachhaltige Renovierung ist nicht nur aus ökologischen Gründen empfehlenswert, sondern auch aufgrund wirtschaftlicher Faktoren.

Eine weitere einfach umzusetzende Maßnahme ist der Verzicht auf den Wäschetrockner. Statt die Wäsche zum Trocknen in den Trockner zu schmeißen, kann man diese auch einfach aufhängen und an der Luft trocknen lassen. Um Schimmelbildung zu vermeiden, sollte vor allem im Winter ausreichend gelüftet werden. Kurzes Stoßlüften ist dabei ausreichend.

Muss die Wäsche doch einmal im Wäschetrockner getrocknet werden, sollte dieser voll beladen werden. Dies gilt übrigens auch für die Waschmaschine. Nur so wird höchste Energieeffizient erreicht.

Eine weitere Möglichkeit ist der Verzicht auf das eigene Auto. Wer die Möglichkeit hat, sollte auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Bahn zurückgreifen. Carsharing ist ebenfalls eine gute Möglichkeit, um die Umwelt zu schonen. So fährt man wesentlich nachhaltiger.

Statt öffentlicher Verkehrsmittel sind auch Fahrrad oder Fußweg für kurze Wege gut geeignet. Der eigene Schadstoffausstoß lässt sich so relativ einfach verringern — und darüber hinaus ist Bewegung auch gut für die eigene Gesundheit.

Eine Möglichkeit in Düsseldorf ist die App der Rheinbahn "Mobil in Düsseldorf". Dort werden Bus- und Bahnfahrplan, Carsharing- und Leihradoptionen inklusive Bezahlmöglichkeit in einem System vereint. Eine nützliche App, um komfortabel und nachhaltig von A nach B zu kommen.

Fazit: Viele Maßnahmen führen zu Nachhaltigkeit im Alltag

Die gezeigten Vorgehensweisen sind in den meisten Fällen nicht aufwendig und relativ kostengünstig umzusetzen oder sogar vollkommen gratis. Viele ressourcenschonende und nachhaltige Maßnahmen sind darüber hinaus nicht nur gut für die Umwelt, sondern sparen im Alltag auch bares Geld. Nachhaltigkeit ist damit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.