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Flüchtlinge in Düsseldorf: Hier sind alle willkommen

Flüchtlinge in Düsseldorf : Hier sind alle willkommen

Flüchtlinge sind in Düsseldorf willkommen. Das untermauert die Initiative jetzt mit eigenen Räumen am Hauptbahnhof. Die wurden dank großzügiger Spenden möglich.

Wenn Flüchtlinge in Düsseldorf ankommen, brennen ihnen viele Sorgen unter den Nägeln: Wo erhalte ich Kleidung, wo lerne ich deutsch, wo kann ich arbeiten und wohnen?

Diesen Menschen, denen es am nötigsten bei ihrer Ankunft fehlt, helfen die Mitarbeiter der städtischen Verwaltung, vor allem aber die vielen Ehrenamtlichen, die sich für die Neuankömmlinge einsetzen.

Als zentrale Anlaufstelle für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helfer gibt es jetzt die Räume der Initiative "Flüchtlinge willkommen in Düsseldorf" am Hauptbahnhof in den ehemaligen Räumen der Verbraucherzentrale. Dies wurde durch die Unterstützung der Schmitz-Stiftungen und des Wirtschaftsclubs Düsseldorf möglich. Mit jeweils einer halben Stelle kümmern sich dort jetzt Birgit Keßel und Andreas Vollmert darum, Kontakte zwischen Flüchtlingen und Helfern herzustellen.

Schon bevor sich in Düsseldorf die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch um die vielen Asylsuchenden kümmerte, entstand durch die Initiative ein riesiges Netzwerk. Dem gehören Vereine wie Stay!, Mosaik, die Bürgerstiftung, Krass oder auch Wohlfahrtsverbände wie die Johanniter an. "Dadurch haben wir die Hilfsbereitschaft der Düsseldorfer in dieser Zeit ganz unkompliziert und schnell abgeholt", erzählt Hildegard Düsing-Krems.

Oberbürgermeister Thomas Geisel lobte die Arbeit der vielen Helfer: "Wir wollen zeigen, dass wir vernünftig und zivilisiert umgehen." Die Flüchtlingsherausforderung nicht zu schaffen, sei keine Alternative.

Auch Michael Dirkx, Geschäftsführer der Schmitz-Stiftungen, brachte zum Ausdruck, wie froh er ist, Teil des Netzwerkes zu sein. "Die Welt beobachtet Deutschland ganz scharf, wie wir mit dem Flüchtlingsstrom umgehen", berichtet Dirkx von seiner jüngsten Reise nach Kambodscha.

Auch die Vorfälle aus der Silversternacht in Köln haben das Engagement nicht verringert. "Wir haben noch immer genügend Ehrenamtliche. Unsere Aufgabe ist es, Verbindungen zu schaffen", sagt Birgit Keßel.