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Fortuna Düsseldorf 2. Bundesliga Uwe Rösler

Kein Rekord - doch Fortuna hat sich gefangen : Die Entwicklung

Auch wenn es durch das 0:0 in Braunschweig nicht zur Einstellung des Vereinsrekords von sechs Siegen in Folge für die Fortuna gereicht hat, auch dieses Spiel hat gezeigt -  die Mannschaft  hat in den vergangenen Wochen eine Entwicklung durchgemacht.

In der Startphase der Saison hätte das Team diese Partie vermutlich noch verloren. Entweder durch einen eigenen Fehler im Abwehrverbund oder durch zu ungestümes Angreifen gegen einen auf Konter lauernden Gegner. Aktuell wirkt die Truppe jedoch so gefestigt, dass sie auch an einem offensiv schlechten Tag nicht den Kopf verliert, defensiv stabil bleibt, dann eben 0:0 spielt und einen Punkt mitnimmt. Nicht unbedingt schön, kann in der Endabrechnung aber entscheidend sein.

Die Fortuna hat sich also nach sehr rumpeligem Beginn gefangen und die Verantwortlichen haben Recht behalten. Sie hatten immer wieder gebetsmühlenartig darauf verwiesen, dass die Mannschaft besser und erfolgreicher spielen werde, wenn denn endlich alle Mann an Bord sind. Das ist seit Anfang Dezember der Fall und seitdem hat die Fortuna 16 von 18 möglichen Punkten geholt. Und dabei phasenweise sogar guten Fußball gezeigt.

Trainer Uwe Rösler fordert von seinen Schützlingen trotzdem immer weiter, „den nächsten Schritt zu machen“. Sprich noch stabiler zu werden, noch dominanter bei eigenem Ballbesitz zu sein und noch abgeklärter auf gegnerischen Druck zu reagieren - um dann, in seinen Augen, wirklich ein Spitzenteam der zweiten Liga zu sein.

Die nächsten Spiele werden zeigen, wie weit die Mannschaft damit schon ist. Mit Aue, Fürth und dem HSV warten der aktuell Siebte, Vierte und der Tabellenführer auf die Fortuna.

Abwehrspieler Kevin Danso schaute nach dem Braunschweig-Spiel gelassen auf diese Aufgaben: „Wir müssen einfach so kompakt bleiben wie in den jüngsten Spielen, noch etwas mehr Chancen kreieren. Wenn wir das schaffen, dann werden wir die nächsten Spiele erfolgreich bestreiten.“ Die jüngsten Erfolge haben also für großes Selbstbewusstsein bei den Akteuren gesorgt. Wenn die jetzt nicht zu sorglos werden, die vielen Elfmeterpfiffe gegen das Team wirklich der Vergangenheit angehören (in den vergangenen vier Duellen gab es keinen Elfmeter gegen die Fortuna, in den ersten elf Spieltagren dagegen gleich acht) und die Balance zwischen guter Defensivarbeit und mutigem Offensivspiel auch gegen Topteams der Liga stimmt, dann kann die Fortuna auch am Ende des Monats oben mit dabei sein. Und dann kann es durchauswas werden, mit dem selbst erklärten Saisonziel „Wiederaufstieg in die erste Liga“.