Wer hilft im Pflegefall?

Ob es plötzlich passiert oder absehbar war: Ein Pflegefall in der Familie löst immer für alle Betroffenen eine Umstrukturierung des Alltags aus. Die neue Situation kann Angehörigen und Pflegebedürftigen zu schaffen machen.

 Birgit Meyer und Birgit Schaumkessel vom Team des Pflegebüros der Stadt beraten Angehörige von Pflegepatienten und Pflegebedürftige telefonisch und bei Bedarf auch persönlich im Pflegebüro an der Willi-Becker-Allee.

Birgit Meyer und Birgit Schaumkessel vom Team des Pflegebüros der Stadt beraten Angehörige von Pflegepatienten und Pflegebedürftige telefonisch und bei Bedarf auch persönlich im Pflegebüro an der Willi-Becker-Allee.

Foto: mivi

Kostenlose Beratung gibt es beim Pflegebüro der Stadt.

Oft geht es ganz schnell, und man hat keine Zeit sich auf die neue Situation vorzubereiten: Der Partner oder die Eltern sind durch eine Erkrankung oder einen Unfall zum Pflegefall geworden. Was nun? Die meisten Angehörigen wissen nicht, welche Leistungen ihnen und den Betroffenen zustehen.

Jetzt stehen zahlreiche Entscheidungen an und viele Fragen kommen auf:

  1. Wie wird Pflegebedürftigkeit festgestellt?
  2. Welche Form der Pflege ist sinnvoll?
  3. Welche Pflegegrade gibt es?
  4. Wie findet man ein gutes Pflegeheim bzw. einen ambulanten Pflegedienst?Wer kommt finanziell für die Pflege auf?

Dies sind nur einige der Fragen, die einem sofort durch den Kopf schießen, wenn es zu einem Pflegefall in der Familie kommt.

Wer einen Rat zur Pflege sucht oder Hilfe im Alltag benötigt, kann sich an das Pflegebüro der Stadt in der Willi-Becker-Allee 8 wenden.

Die Mitarbeiterinnen informieren über das umfangreiche Dienstleistungsangebot in Düsseldorf, über die im Einzelfall sinnvollsten Formen der Pflege, zur Pflegeversicherung, zum Wohnen im Alter und welche finanziellen Leistungen beantragt werden können.

Wer Hilfe benötigt, sollte sich zunächst telefonisch beim Pflegebüro melden. Die Mitarbeiterinnen geben dann Auskunft darüber wo man überhaupt einen Antrag auf Pflege stellt und worauf es dabei ankommt. Sie erklären, was passiert, wenn der Medizinische Dienst der Krankenkasse den Pflegebedürftigen besucht, um den Grad der Pflegebedürftigkeit festzustellen und geben Tipps, wie man damit umgeht, wenn der Pflegeantrag abgelehnt wird.

Bei Bedarf kann auch ein persönlicher Termin mit den Mitarbeiterinnen des Pflegebüros vereinbart werden. Da Pflege immer individuell auf die Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten werden muss, reicht in einigen Fällen ein Telefonat nicht aus.

Die Beratung des Pflegebüros ist kostenlos, neutral und unabhängig von wirtschaftlichen Interessen.

Wer sich zunächst einen allgemeinen Überblick über die Arbeit des Pflegebüros verschaffen möchte, kann sich auf der Webseite www.duesseldorf.de/senioren/pflegebuero umschauen. Hier gibt es neben nützlichen Links zum Thema Tages-, Kurzzeit- oder Verhinderungspflege auch Listen zu den Pflegeangeboten in Düsseldorf. Per Suchmaske können hier Anbieter nach Stadtteil gefiltert werden.

Das Pflegebüro befindet sich im Amt für soziale Sicherung und Integration an Willi-Becker-Allee 8, 40227 Düsseldorf. Die Sprechzeiten sind von Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung. Mehr Infos unter der Telefonnummer 0211 899 899 8 oder auf der Webseite.

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