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Wie der Wildpark wird

Wie der Wildpark wird

Der Bürger- und Heimatverein Gerresheim hat sich in der Waldschule informiert, wie sich der Wildpark in den nächsten Jahren entwickeln wird.

Die Hütte im Grafenberger Wald, der eigentlich hier ein Ludenberger Wald ist, wirkt urig. Ein Boden aus Baumstämmen, Mäuse huschen durch ihren Glaskasten, es riecht holzig - ein Klassenraum mitten in der Natur, seit 1986. Der Forstdirektor Paul Schmitz mag diesen Ort. "Dann klingelte vor zehn Jahren das Telefon." Die Information: Der Wildpark soll aufgepeppt werden. Ingenieure der Gelsenkirchener Erlebniswelt bekamen den Auftrag, sich eine modernere Variante auszudenken, schließlich datiert die Erstanlage von 1927.

 Besucher können die Wildschweine jetzt von einer Plattform beobachten.
Besucher können die Wildschweine jetzt von einer Plattform beobachten. Foto: schrö

Viele Generationen von Eltern sind hier am Wochenende mit den Kindern angereist, um ihrem Nachwuchs zu zeigen, wie gern Wildschweine zusätzlich gefüttert werden wollen und was eigentlich ein Damwild ist.

 Die Mitglieder des Bürger- und Heimatvereins ließen sich von Forstdirektor Paul Schmitz (li. vorn) und vom neuen Leiter des Wildparks Björn Porsche (r. vorn) erklären, wie sich der Wildpark in den nächsten Jahren entwickeln könnte.
Die Mitglieder des Bürger- und Heimatvereins ließen sich von Forstdirektor Paul Schmitz (li. vorn) und vom neuen Leiter des Wildparks Björn Porsche (r. vorn) erklären, wie sich der Wildpark in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Foto: schrö

Diese Idee ist keinesfalls in die Jahre gekommen - aber zum Beispiel die WCs. "Der Kern der Änderung", bringt Schmitz die Sache auf den Punkt, "ist ein neues Zentrum, eine neue Waldschule mit zeitgemäßen Toilettenanlagen." Mit Erzählfreude macht der Forstdirektor das Problem deutlich: "Das kostet etwa eine Million Euro." Ein Freundeskreis aus Unterstützern hat bisher 380000 Euro seit 2011 gesammelt.

Paul Schmitz hofft, dass nach der Sommerpause vielleicht ein bisschen Bewegung in die politische Bearbeitung dieser ersten Entwicklungsphase kommt. Schon haben einige Sponsoren wie Linklater, Udo van Meeteren und die Kreisjägerschaft große Summen gespendet.

Das Entwicklungskonzept ist modular aufgebaut: Wenn man genügend Geld zusammenhat, soll die nächste Phase eingeleitet werden. Dazu gehört das 3-Rundwege-Programm, einmal um das Rotwildgehege, dann um das Damwildgehege und schließlich ein neuer Weg den Hügel hinauf am Wildschweingelände entlang. "Das wird phantastisch." Einen Bachlauf für Otter sehen die Entwickler dort, wo jetzt der gerade Weg zum Gerresheimer Tor Richtung Rennbahn führt.

Die Mitglieder des Vereins stellen viele Fragen, zum Beispiel die nach einer möglichen Gastronomie im neuen Haus. "Wir waren da hin- und hergerissen, wollen es aber eher nicht. Aber picknicken kann man hier nach wie vor."

Viel Interesse gibt es auch an den Tierarten. Heute sehen die Zahlen so aus: Damwild 43, Wildschweine 30, Muffelwild 17, Wildkatzen 4, Waschbären 3, Füchse 2, Wildfrettchen 8. "Was für neue Arten könnte es denn geben?" Der Luchs? Zu heimlich. Wölfe? Zu gefährlich. Greifvögel? Selten und geschützt. Rehe? Ein früherer Versuch schlug fehl. Dachse? Die gibt es im angrenzenden Wald genug.

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(City Anzeigenblatt Duesseldorf)