1. Düsseldorf

Das Ordnungsamt in Düsseldorf hat Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung festgestellt

Coronaschutz : Verstöße in Cocktailbar, Restaurant und Kneipe

56 Einsätze im Zusammenhang mit der Überwachung oder Durchsetzung der Coronaschutzverordnung registrierte der städtische Ordnungs- und Servicedienst (OSD) am Mittowch, 10., und Donnerstag, 11. Juni.

Der Schwerpunkt lag an diesen Tagen bei der Kontrolle von Gastronomiebetrieben. 42 Anrufe zum Thema gingen bei der Leitstelle des OSD ein, so dass die Gesamtzahl der Anrufe seit dem 18. März auf 7.663 anstieg. 33 Einsätze am Mittwoch 10. Juni Einer Gaststätte in der Altstadt musste durch den Spätdienst des OSD nach 23 Uhr der Außer-Haus-Verkauf von Flaschenbier untersagt werden.

Grund dafür war die Feststellung, dass sich zu viele Kunden unter Nichteinhaltung der Abstandsgebote im unmittelbarer Nähe der Gaststätte aufhielten und somit ein kontaktfreies Passieren für andere Menschen unmöglich machten. Bereits zuvor hat der Betreiber einer anderen Streife des OSD versichert, den Verkauf zu regulieren, was ihm offenkundig nicht gelang. In einer Cocktailbar der Altstadt stellte eine Streife des OSD in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag nach Mitternacht erhebliche Verstöße gegen die Coronaschutzverordnung fest. Aufmerksam wurde die Streife, weil bereits aus weiterer Entfernung deutlich Musiklärm zu hören war.

Nahezu keine Auflage der Hygienevorschriften zum ordnungsgemäßen Betrieb einer Gaststätte unter den Bedingungen der Schutzvorkehrungen wurde eingehalten. Kein Wunder, gab das angetroffene Personal einschließlich des Inhabers doch durchweg an, keinerlei Kenntnisse über entsprechende Vorgaben zu haben. So wurden weder in dem Betrieb als auch auf der zu so später Stunde bereits unzulässig betriebenen Außenterrasse die erforderlichen Abstände eingehalten.

Im Betrieb befanden sich rund 50 Gäste, die unter Missachtung der Sitzplatzpflicht zum Teil tanzten und allesamt den geforderten Mund-Nase-Schutz nicht trugen. Kundendaten waren ebenso nicht erfasst worden wie eine Raumskizze vorlag. Vor dem Hintergrund der fragwürdigen Betriebsführung schlossen und versiegelten die Einsatzkräfte den Betrieb im Rahmen des Sofortvollzugs. Gegen den Betreiber wurden Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der festgestellten Verstöße eingeleitet. Eine weitere OSD-Streife stellte um 2.30 Uhr nachts auf einer Terrasse eines Restaurants auf der Grafenberger Allee noch Betrieb fest.

Der Betrieb einer Außenterrasse in diesem Bereich ist zum Schutz der Anwohner lediglich bis maximal 23 Uhr gestattet. Sämtliche Gäste flohen bei Sichtung der Streife und hinterließen frisch servierte Getränke und mutmaßlich unbezahlte Rechnungen. Gegen den Verantwortlichen wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen des festgestellten Verstoßes eingeleitet. 23 Einsätze am Donnerstag, 11. Juni Erstaunlich ruhig verlief der Fronleichnamstag aus Sicht der Einsatzkräfte des OSD. Es gab trotz 23 Einsätzen im Hinblick auf die Coronaschutzverordnung keine nennenswerten Verstöße. Die anlassunabhängigen Kontrollen des OSD insbesondere in der der Altstadt werden fortgeführt.