Kitas Es fehlt an Personal

Zum Start des neuen Kita-Jahres 2022/23 gibt es in Düsseldorf 9.050 Kinderbetreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren und 18.884 Plätze für Kinder von drei Jahren bis zum Schuleintritt.

 Kinderbetreuung in Düsseldorf: Die Stadt sieht sich auf einem guten Weg. Foto: Pixabay

Kinderbetreuung in Düsseldorf: Die Stadt sieht sich auf einem guten Weg. Foto: Pixabay

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In Düsseldorf steht für die Hälfte der Kinder unter drei Jahren und für alle Kinder über drei Jahren ein Betreuungsplatz zur Verfügung. Dies berichtet die Stadt in einer Pressemitteilung.

Durch zahlreiche neue Tageseinrichtungen habe Düsseldorf inzwischen ein sehr gutes Betreuungssystem für Kinder bis zum Schuleintritt. Allein in den letzten fünf Jahren wurden 45 neue Tageseinrichtungen gebaut oder erweiterte Ersatzneubauten errichtet. Der Ausbau des Betreuungssystems sei jedoch noch nicht abgeschlossen und es werden weitere neue Einrichtungen geplant – gerade in den Stadtteilen, in denen noch eine unterdurchschnittliche Versorgung erkennbar ist oder in Neubaugebieten, in denen neuer Bedarf nach Betreuungsplätzen entsteht.

In diesem Jahr konnten laut Stadt bislang drei neue Kitas fertiggestellt werden: die Kita auf der Ria-Thiele-Straße in Oberkassel mit 70 Plätzen, davon 22 für Kinder unter drei Jahren, die Kita auf der Ulrike-Scheffler-Rothe-Straße in Derendorf mit 90 Plätzen, davon 28 für Kinder unter drei Jahren, und die Kita Johannes-Weyer-Straße in Bilk mit 58 Plätzen, davon 22 für Kinder unter drei Jahren.

Die neuen Kitas auf dem Lichtenbroicher Weg in Lichtenbroich, dem Froschkönigweg in Flingern-Nord, der Ulmer Höh in Derendorf, der Gerresheimer Landstraße in Gerresheim und der Lacombletstraße in Düsseltal werden noch in diesem Jahr fertiggestellt. „Mit dem bisher erreichten Stand der Betreuung von Kindern bis zum Schuleintritt stehen wir unter den westdeutschen Großstädten sehr gut da“, stellt Stadtdirektor und Jugenddezernent Burkhard Hintzsche fest. „Für den weiteren Platzausbau brauchen wir jedoch mehr Fachkräfte. Das zum Betreiben von Kitas notwendige Personal fehlt.“

Schon vor zwei Jahren hatte das Jugendamt seine werblichen Aktivitäten für den Beruf der Erziehenden intensiviert. Dadurch konnten kurzfristig Personallücken geschlossen werden. Langfristig benötigt die Stadt jedoch noch mehr Personal, sodass der Fokus auf die Gewinnung von erzieherischem Fachpersonal gelegt wird. Mit dem entsprechenden Personal wäre es möglich, insgesamt 900 Kinderbetreuungsplätze mehr anzubieten.

Es werden bereits jetzt zusätzliche Fach- und Ergänzungskräfte benötigt, um den Betrieb in den bestehenden Einrichtungen aufrechtzuerhalten. Fehlt in den Kitas Personal, muss ab einer gesetzlich vorgeschriebenen Schwelle das Angebot der Einrichtung eingeschränkt werden. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten: Entweder die Öffnungszeit der Einrichtung wird reduziert, die Betreuungszeit der Kinder oder die Zahl der betreuten Kinder. Bei coronabedingten Personalausfällen musste von diesen Instrumenten ebenfalls Gebrauch gemacht werden.

„Das Jugendamt hat in den letzten Jahren die Anzahl der Ausbildungsplätze stetig ausgebaut. Mit Stand 1. August verfügt das Jugendamt über 604 pädagogische Ausbildungs-, Studien- und Praktikumsplätze in den städtischen Einrichtungen; darunter sind 338 neue Plätze im Einstellungsjahr 2022", sagt Burkhard Hintzsche.

„Auch die noch neue vergütete und praxisintegrierte Ausbildung für Kinderpflegerinnen und -pfleger erfährt eine hohe Nachfrage und trägt dem Bedarf an Ergänzungskräften Rechnung. Das Jugendamt geht bei der Intensivierung der Ausbildung in den Sozial- und Erziehungsberufen mit gutem Beispiel voran, um dem Fachkräftemangel in diesem Bereich energisch entgegenzutreten. Wir könnten noch so viele neue Kitas bauen, aber wir benötigen eben auch die pädagogischen Fachkräfte dafür, um die Kinderbetreuung in Düsseldorf weiter zu verbessern."

Für die 100 städtischen Kitas gibt es bei 1.320 Beschäftigten zurzeit noch mehr als 100 offene Stellen, die das Jugendamt trotz aller Anstrengungen nicht besetzen kann.

Jugendamtsleiter Stephan Glaremin: „Wir wollen das Image der Sozial- und Erziehungsberufe verbessern und damit zugleich Werbung für die Berufsbilder machen. Eine Werbekampagne ist dazu in der Vorbereitung.

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