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Neuer Radweg an der Ulmenstraße

Neuer Radweg an der Ulmenstraße
Verkehrsdezernentin Cornelia Zuschke und Steffen Geibhardt, Radverkehrsbeauftragter im Amt für Verkehrsmanagement, erläuterten Einzelheiten zum Neubau des Radweges an der Ulmenstraße. FOTO: Landeshauptstadt Düsseldorf, Ingo Lammert
Eine bei Bauarbeiten in Düsseldorf-Rath gefundene britische Fünf-Zentner-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg muss sobald wie möglich entschärft werden.

Dazu müssen in einem Radius von 1.000 Metern um die Fundstelle an der Theodorstraße rund 8.000 Menschen ihre Wohnungen verlassen. Ein Hotel mit rund 250 Gästen wurde bereits geräumt. Alle Menschen, die im Gefahrenbereich von 1.000 Meter um den Fundort der Bombe wohnen und in einem sicheren Zufluchtsort unterkommen können, sollten diesen Bereich verlassen.

Für alle anderen Menschen läuft seit 7 Uhr die Evakuierung. Sofern diese bis dahin abgeschlossen ist, soll die Entschärfung der Bombe am frühen Nachmittag erfolgen. Der genaue Zeitpunkt der Entschärfung der Bombe mit Langzeitzünder hängt von der vollständigen Evakuierung der Gefahrenzone ab. Um den Evakuierungsrahmen so gering wie möglich zu halten, wird der Zustrom weiteren Menschen in den Gefahrenbereich durch Straßensperren verhindert. So können die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der dort ansässigen Firmen heute ihre Arbeitsplätze nicht aufsuchen.

Für die Evakuierung und die sonstigen Aufgaben im Rahmen der Entschärfung sind insgesamt rund 565 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Feuerwehr, Ordnungsamt, anderen städtischen Ämtern, Polizei, Hilfsorganisationen, Kampfmittelbeseitigungsdienst, Flughafen, Rheinbahn und anderen Behörden und Organisationen im Einsatz. Allein 100 Krankentransporte für Menschen, die sonst die Gefahrenzone nicht verlassen könnten, mussten geplant werden. Beim Gefahrentelefon sind bis 9 Uhr etwa 850 Anrufe eingegangen.

Aufgrund der umfangreichen Sperrungen kommt es im morgendlichen Berufsverkehr zu beträchtlichen Verkehrsbehinderungen. So ist beispielsweise der Flughafen aufgrund der Sperrung des Autobahnkreuzes Düsseldorf Nord aus Osten nur über Umwege erreichbar. Passagiere sollten rund zwei Stunden mehr Zeit für die An- und Abreise einplanen. Die Firmen, die im Gefahrenbereich liegen, können am Donnerstag bis zur Entschärfung die Arbeit nicht aufnehmen.

Davon sind die Früh- und Spätschicht bertroffen. Das städtische Familienzentrum, Volkardeyer Weg 5, die Kath. Kindertagesstätte Papst Johannes, Auf der Reide 2, die Kindertagesstätte von Kinder und Eltern e.V., Im Schlank 19, und die Jugendfreizeiteinrichtung Blue Rock, Lichtenbroicher Weg, bleiben am Donnerstag geschlossen.

Im 1.000-Meter-Radius um den Fundort der Bombe befinden sich mit der A52 (Nördlicher Zubringer, von Vogelsanger Weg bis Autobahnkreuz Düsseldorf Nord) und der A44 (von Autobahnkreuz Düsseldorf Nord bis Anschlussstelle Reichswaldallee) zwei Autobahnen, die A52 ist bereits gesperrt, die Sperrung der A44 erfolgt ab 8.30 Uhr. Polizei und Stadt raten, den Bereich weiträumig zu umfahren. Die Rheinbahnlinien 729, 730, 752, 754, 756, 757, 758, 760, 776, sowie SB 51 und SB 55 sind betroffen und werden nach Angaben der Rheinbahn an der letzten Station vor der Sperrung gekappt.

Die Bahnlinie Düsseldorf-Duisburg (mit dem S-Bahn-Haltepunkt Unterrath) ist von der Sperrung ebenfalls betroffen. Die Bahnlinie wird ab 12 Uhr komplett gesperrt, ab 8.30 Uhr wird der Haltepunkt Unterrath nicht mehr bedient. Während der Entschärfung muss auch der Flugverkehr vom und zum Flughafen Düsseldorf eingestellt werden. Die Bombe wird von Mitarbeitern des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung Düsseldorf entschärft.

Die Bombe war am Mittwochabend (8. März) entdeckt worden. Sobald sie entschärft ist, werden alle gesperrten Straßen wieder frei gegeben. Menschen, die in der Gefahrenzone wohnen und beispielsweise wegen Bettlägerigkeit oder Behinderung ihre Wohnungen nicht selbst verlassen können, können den Transport ab sofort über die Leitstelle der Feuerwehr unter der Rufnummer 19222 bestellen.

Rollstühle, die mitgenommen werden müssen, sollten dabei unbedingt gemeldet werden. Eine zentrale Betreuungsstelle wird am Fernbahnhof am Flughafen eingerichtet. Das Gefahrentelefon der Stadt ist bereits seit den Abendstunden unter der Rufnummer 3 889 889 besetzt.