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Für einen beschwerdefreien Tag
24-Stunden-Plan gegen Sodbrennen

Sodbrennen: Beschwerden lindern mit 24-Stunden-Plan
Mit einem bekömmlichen, in Ruhe eingenommenen Frühstück fängt der Tag magenfreundlich an. FOTO: djd/Sanofi/Maaloxan
Schmerzen hinter dem Brustbein, saures Aufstoßen – wer unter Sodbrennen leidet, weiß, wie sehr es die Lebensqualität im Alltag einschränken kann. Mit einem 24-Stunden-Plan gegen Sodbrennen kann man vorbeugen.

"Vorbeugen lässt sich der Symptomatik nur durch einen vernünftigen und gesunden Lebensstil", weiß dazu Dr. Johannes Hankowitz, Apotheker am Institut für Pharmakologie und Präventive Medizin in München. Deshalb hat er einen 24-Stunden-Aktiv-Plan gegen Sodbrennen entwickelt, den jeder leicht einhalten kann.

Das fängt gleich morgens an, indem man sich Zeit für das Frühstück nimmt und es ohne Smartphone oder Zeitung bewusst genießt. Ideal ist ein gesundes Müsli. Wer Koffein zum Aufwachen braucht, sollte grünen Tee statt Kaffee wählen. Beim Anziehen darauf achten, dass im Bauchraum nichts kneift oder drückt. So kann man sich gut gerüstet auf die Vormittagstermine stürzen.

Oft ist es nicht leicht, alles zu schaffen, was auf dem Zettel steht. Trotzdem sollten gerade Sodbrennen-Kandidaten sich nicht stressen lassen. Ob im Büro, beim Einkauf oder auf dem Weg zur Kita – fünfmal tief durchatmen. Das signalisiert dem Körper Entspannung, der Stresspegel sinkt.

Zwischen 12 und 14 Uhr heißt es: Mittagspause. Jetzt wird Energie getankt, am besten mit leichten Speisen wie Fisch mit Gemüse oder Salat mit Putenstreifen. Keinesfalls sollte es zu stark gewürzt, scharf oder fettig sein. Sonst wird die Bildung von Magensäure angekurbelt, was zu vermeiden ist. Auch ein No-Go: Arbeiten beim Essen. Das stresst unnötig. Reagiert der Magen trotzdem mal sauer, kann ein Antazidum helfen, überschüssige Säure zu binden. Während eines arbeitsamen Nachmittags kann man den Magen dann unterstützen, indem man ab und zu kleine Pausen einlegt, ein paar Mandeln knabbert oder ein großes Glas Wasser trinkt.

In den Feierabend startet es sich magenfreundlich mit viel Bewegung. Welche Sportart, ist dabei weitgehend egal, Hauptsache es macht Spaß. Danach den Flüssigkeitsbedarf mit stillem Wasser auffüllen, denn Kohlensäure kann Aufstoßen auslösen. Fürs Abendessen eignet sich eine wohltuende Gemüsesuppe oder eine andere bekömmliche Mahlzeit. Etwa zwei bis drei Stunden vor dem Zubettgehen sollte man nichts mehr essen. Gegen nächtliches Sodbrennen ist ein höher gelagerter Oberkörper oft hilfreich. Dadurch kann die Magensäure nicht so leicht zurückfließen, und man ist morgens gut erholt für einen neuen Tag.

(djd)