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Zwei Beamte verletzt
Autofahrer rasen auf Polizisten zu

Düsseldorf: Autofahrer rasen auf Polizisten zu und verletzen sie
Am vergangenen Wochenende kam es gleich in zwei Fällen zur Gefährdung von Polizisten. FOTO: Pixabay
Stadtmitte. Gleich zwei Mal rasten Autofahrer an diesem Wochenende mit ihren Wagen auf Polizisten zu. In einem Fall wurde ein Polizist auf die Motorhaube "aufgeladen", im anderen wurde ein Beamter am Arm verletzt. Die Tatverdächtigen wurden festgenommen, gegen sie wird jeweils wegen einem versuchten Tötungsdelikt ermittelt.

Am Sonntag fiel einer Polizeistreife gegen 5.15 Uhr auf der Königsallee ein Mercedes auf, dessen Fahrer beim Ausparken offensichtlich ein anderes Auto beschädigt hatte. Als die Beamten den Fahrer ansprachen, rangierte dieser kurz hin und her und beschleunigte plötzlich seinen Wagen mit einem lauten Aufheulen des Motors.

Ein Polizist wurde dabei auf die Motorhaube "aufgeladen" und zur Seite geschleudert. Glücklicherweise kam es hierbei nicht zu schweren Verletzungen. Umgehend nahmen die Beamten mit Unterstützung weiterer Streifenwagen die Verfolgung des Mercedes durch das Stadtgebiet auf.

Auf der Danziger Straße verlor der Fahrer dann an der Ausfahrt Kalkum die Kontrolle über das Auto und der Mercedes landete im Grünstreifen. Von den weiter zu Fuß flüchtenden zwei Insassen konnte einer (29 Jahre alt) umgehend festgenommen werden, der zweite (26 Jahre alt) wurde in einem Waldstück durch einen Diensthund gestellt. Hierbei wurde er durch einen Biss verletzt.

Beiden Festgenommenen wurden Blutproben entnommen. Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass der ältere der beiden das Auto gesteuert haben muss. Er ist nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis. Weil der Fahrer während der Flucht mit dem Auto auf Polizisten zugefahren ist und einen dabei mit der Morothaube traf, besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Eine Vorführung beim Haftrichter ist geplant.

Bereits am Samstag kam es auf der Elisabethstraße zu einer ähnlich gefährlichen Situation. Um 6 Uhr wollten Beamte im Rahmen einer Standkontrolle einen Audi und dessen Fahrer überprüfen. Dieser beschleunigt plötzlich sein Auto und fuhr dann auf einen mit Anhaltestab und Leuchtweste ausgerüsteten Polizisten zu. Dieser konnte durch einen Sprung zur Seite eine Kollision vermeiden, wurde allerdings leicht am Arm touchiert. Der Beamte verletzte sich leicht und bleibt zunächst dienstfähig.

Der Audi raste mit überhöhter Geschwindigkeit weiter in Richtung Kniebrücke und wurde kurze Zeit später verlassen an der Kavalleriestraße aufgefunden. Dank guter Zeugenhinweise konnte die Polizei den Fahrer in der Nähe stellen.

Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen 24-Jährigen ohne festen Wohnsitz und ohne Fahrerlaubnis. Nach ersten Tests scheint er unter dem Einfluss von Alkohol gestanden haben. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen. Auch hier besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Er wird ebenfalls dem Haftrichter vorgeführt.

(mivi)