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Kleine Kunstwerke
Handgemachte Pralinen

Düsseldorf: Pralinen und Schokolade von Zurheide Feine Kost
Bruchschokolade trifft Pralinen FOTO: Melanie Zanin
Alles beginnt in einem gut gekühlten, gläsernen Raum. Hier, in der Pralinen-Manufaktur von Zurheide Feine Kost, stehen, stets einsehbar von den interessierten Kunden und unmittelbar am Eingang, das aufwendige Schokoliergerät und der daran angeschlossene Kühltunnel, in denen die handgemachten Pralinen entstehen. Von Sven-André Dreyer

Die erdenkt Konditormeisterin Tjorven Jenkins mit viel Liebe zum Detail. Und kreiert damit kleine süße Kunstwerke. So laden, fein abgestimmt auf die jeweilige Saison, etwa jetzt im Sommer die Cranberry-Orangen-Pralinen oder die Rosmarin-Jordan-Olivenöl-Kreationen dazu ein, das verführerische Handwerk der 33-Jährigen und ihres Konditorei-Teams ausgiebig zu probieren.

"Gleich mehrere Arbeitsschritte sind für die Herstellung der handgemachten Pralinen notwendig", erklärt Jenkins. Während zunächst die entsprechenden Pralinenformen einzeln und ebenfalls per Hand poliert werden, um in einem weiteren Schritt die Außenhaut der Praline aus feiner Schokolade gestalten und gießen zu können, wird in weiteren Fertigungsschritten die Füllung einer Praline zubereitet. Erst wenn die Außenhaut über Nacht fest geworden ist, kann die Praline schließlich einzeln und mit den unterschiedlichen Füllungen bestückt werden, um in einem letzten Arbeitsgang erneut mit Schokolade verschlossen zu werden. "Wichtig ist, dass dabei keine Luft eingeschlossen wird", erklärt Jenkins. Das würde die Haltbarkeit einer Praline deutlich mindern. Und weil Jenkins bei der Zubereitung der ausschließlich auf Naturprodukten basierenden Pralinen zudem auf jegliche Konservierungsmittel verzichtet, sind die gut einen Monat haltbar. Voraussetzt, man schafft es, die Pralinen so lange nicht zu essen.

"Während die Klassiker, etwa Champagner-Trüffel oder Eierlikörpralinen, ganzjährig erhältlich sind, werden zahlreiche weitere Pralinensorten stets auf Anregung durch das Team, durch saisonale Früchte oder Zutaten inspiriert, entwickelt", erklärt Jörg Tittel (49), Leiter der Gastronomie und Eigenproduktion von Zurheide Feine Kost. Und so kommt es auch vor, dass die edle Schokolade des Herstellers Original Beans durchaus auch mit getrockneten Rosenblättern kombiniert wird und somit nicht nur eine extravagante Dekoration, sondern gleichzeitig auch ein außergewöhnliches Geschmackserlebnis liefert.Das gilt auch für die angebotene Bruchschokolade, die mit verschiedenen Kakaogehalten etwa mit kandierten Nüssen, mit Schokolinsen, aber auch mit Fleur de Sel, hochwertigem Meersalz, in der hauseigenen Pâtisserie kombiniert wird. "Die Kakaobohnen, die, sorgfältig geerntet, fermentiert und getrocknet, die Basis für unsere Schokolade liefern, stammen aus Südamerika und Afrika, aber auch aus Papua-Neuguinea", erzählt Tittel. Dort, in entlegenen Regenwäldern, gedeihen die seltenen Kakaosorten, die vom Anbau bis zum fertigen Produkt eine lückenlose Nachverfolgung des Nahrungsmittels zulassen. Und nicht nur das: Der Schokoladenhersteller arbeitet nachhaltig. Mit jeder verkauften Tafel Schokolade, und auch die kann bei Zurheide gekauft werden, pflanzt Original Beans einen weiteren Baum und erhält damit den Wuchs der einzigartigen Kakaobohnen im Ursprungland.