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Für sein soziales Engagement
Bundesverdienstorden für Josef Hinkel

Düsseldorf: Bundesverdienstorden für Josef Hinkel
Oberbürgermeister Thomas Geisel und Josef Hinkel mit seiner Frau Nicole Hinkel. FOTO: Landeshauptstadt Düsseldorf/Michael Gsttenbauer
Der Düsseldorfer Bäckermeister Josef Hinkel ist jetzt Träger des Bundesverdienstordens. Oberbürgermeister Thomas Geisel überreichte ihm im Rahmen eines Empfangs im Rathaus die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Josef Hinkel hat durch sein jahrelanges Engagement vor allem im sozialen Bereich auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Josef Hinkel ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Seit 1988 betreibt er die erfolgreiche familieneigene "Bäckerei Hinkel", die seit 1891 besteht. Als Bäckermeister und Handwerksunternehmer zeichnet sich Josef Hinkel auch als Ausbilder aus, der schon seit 1997 jungen Menschen unterschiedlicher Nationalitäten eine qualifizierte Ausbildung bietet. 2010 wurde sein Betrieb außerdem von AOK und dem Institut für Betriebliche Gesundheitsförderung mit dem "BGF-Gesundheitspreis 2009" für ein vorbildliches betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet.

Bereits in den 1980er-Jahren engagierte sich Josef Hinkel als "Handwerksjunior" in der Handwerkskammer Düsseldorf, seit den 1990er-Jahren war er in der Bäckerinnung Düsseldorf aktiv und war der letzte Obermeister der "Düsseldorfer Handwerksbäcker". Im Jahr 2000 trug er maßgeblich zur Fusion und Gründung der großen "Bäckerinnung Rhein-Ruhr" bei, die seither auch die Interessen der Düsseldorfer Bäckereien vertritt. Von 2000 bis 2014 gehörte er als stellvertretender Obermeister dem Vorstand dieser leistungsfähigen regional aufgestellten Großinnung an.

Seit 2009 begleitet Hinkel das "Kinderhospiz Regenbogenland" in Düsseldorf, das ihn 2014 zum "Botschafter" ernannte. Neben Geld- und Sachspenden nimmt Josef Hinkel auch an vielen Veranstaltungen persönlich teil und sorgt mit seiner fröhlichen Art für glückliche Gesichter. Viele weitere soziale Vereine und Initiativen werden von ihm unterstützt und gefördert. So setzt er sich beispielsweise seit Jahren für das "Hospiz Irmela-Roell Haus" und die "AIDShilfe Düsseldorf e. V." ein. Unter anderem spendet er für zahlreiche Aktionen Backwerk und leistet Unterstützung bei Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Mit einer besonderen Kampagne half er 2010 dank seiner lokalen Bekanntheit dem Förderkreis der "AIDShilfe" durch eine Plakataktion und einen kurzen Kinospot. Außerdem legte er in seinen Backstuben Infomaterial aus und bedruckte die Brötchentüten mit einem Motiv der Kampagne. Für die Benefizveranstaltung "Rheinische Küchenparty" (2014) brachte er alle Zutaten mit und stellte sich persönlich an den Herd.

In weiteren Aktionen setzt er sich für wohltätige Projekte des "Lions Club Düsseldorf-Rheinuferpromenade" ein und fördert Jugendprojekte in Zusammenarbeit mit dem örtlichen Fußballverein Fortuna Düsseldorf. Dafür backte er beispielsweise zusammen mit Spielern und Fans der Fußballmannschaft. Der Verkaufserlös der Produkte wurde für soziale Zwecke gespendet.

Als Pate des Projektes "Sei schlau. Mach mit. Sei fit" des Deutschen Diabetes-Zentrums Düsseldorf wirbt er für gesunde Ernährung und mehr Bewegung. Dieses Projekt richtet sich an Grundschulkinder und deren Familien - viele davon mit Migrationshintergrund. Außerdem gibt Hinkel seit vielen Jahren Brot, das am Vortag nicht verkauft wurde, an die "Tafel" oder an Bedürftige weiter, die sich das Brot in der Bäckerei während der Öffnungszeiten abholen können.

Darüber hinaus engagiert sich Josef Hinkel im Düsseldorfer Karneval. 2004 wurde er aus alter Familientradition in die "Düsseldorfer Karnevalsgesellschaft e. V. Weissfräcke" aufgenommen. 2006 übernahm Hinkel die Position des Senatssprechers und gründete 2007 das Senatoren-Förderprogramm "Pänz en de Bütt", das bis heute das einzige Nachwuchsförderungsprogramm im Rheinischen Karneval ist. Ab 2010 war er zunächst Vize-Präsident und ab 2011 Präsident des "Comitee Düsseldorfer Carneval". Aus gesundheitlichen Gründen trat er 2015 zurück.