| 10.32 Uhr

Gute Begleitung

Gute Begleitung
Der Vorstand des Hospizvereins Düsseldorf-Nord e.V.: Monika Hofmeister (v.l.), Bettina Kutzscher, Claus Frankenheim, Ralf Nomrosky und Ursula Mucko. FOTO: mivi
Schwerstkranke Menschen und ihre Angehörigen in den ihnen verbleibenden Tagen zu unterstützen – seit 25 Jahren begleiten Ehrenamtliche des ambulanten Hospizvereins Düsseldorf-Nord e.V. Betroffene. Von Milka Vidovic

Hospizarbeit ist mehr als die Betreuung in einem Haus, in das Menschen aufgenommen werden, wenn sie sterbenskrank sind. Dennoch denken die meisten bei dem Begriff Hospiz genau dran. Hospizarbeit kann aber auch zu Hause im ganz persönlichen Umfeld geleistet werden.

Der Wunsch von schwerstkranken Menschen, solange in der vertrauten Umgebung zu bleiben wie möglich, ist erfüllbar. Dafür setzte sich der Hospizverein Düsseldorf-Nord seit 25 Jahren ein. Als der Verein Anfang der 1990-er Jahre gegründet wurde, gab es in Düsseldorf noch kein stationäres und kein ambulantes Angebot zur Begleitung Sterbender.

So wurde damals der Grundstein für die heutige qualifizierte Hospizarbeit gelegt und ist inzwischen auch eine Leistung der Krankenkassen.

Heute hat der Verein über 300 Mitglieder. Drei hauptamtliche Koordinatorinnen und über 40 Ehrenamtliche sind in der Begleitungs- und Vorstandsarbeit aktiv.

"Wir suchen weiterhin Ehrenamtliche für die Begleitung. Die Aufgaben der Begleiter sind anspruchsvoll. Sie sind manches Mal Herausforderung, aber auch eine Bereicherung für das eigene Leben. Deswegen sprechen wir mit den Bewerbern zuerst intensiv über ihre Motivation, bevor sie ausgebildet werden", erklärt Koordinatorin Monika Hofmeister. Die Ausbildung zum Begleiter umfasst 100 Unterrichtseinheiten und wird durch weiterführende Fortbildungen laufend vertieft. Der nächste Grundkurs startet im Januar 2018. Interessierte können sich per Mail und Telefon melden (s. Kasten).

Besonders wichtig ist es dem Verein, deutlich zu machen, dass Hospizarbeit zwar in der Zeit in der Nähe des Todes stattfindet, aber auch eine Lebensphase mit Freude und Leichtigkeit sein kann. "Der erste Kontakt mit dem Patienten ist entscheidend. Wir wählen dann einen Begleiter aus, der optimal zum Betroffenem passt. Auch wenn die Trauer immer dabei ist, wird auch gemeinsam gelacht und das Leben gelebt", sagt Koordinatorin Bettina Kutzscher.

Zudem richtet sich die Hospizarbeit nicht ausschließlich an die Erkrankten, sondern soll auch eine Stütze für die Angehörigen sein.

Das 25-jährige Jubiläum feiert der Hospizverein am Sonntag, 24. September, um 11.30 Uhr mit Musik, Vorträgen und Unterhaltung im Henkelsaal in der Ratinger Straße 25. Interessierte sollten sich für das Fest per Mail (info@hospizverein-duesseldorf.de) oder Telefon (0221 61 52 78) anmelden.

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)