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5 Tipps: Ganz einfach Verpackungsmüll sparen

Verbraucher : 5 Tipps: Ganz einfach Verpackungsmüll sparen

Vielleicht ist es Ihnen selbst schon einmal aufgefallen, wenn die gelbe Tonne lange vor der nächsten Leerung übergequollen ist: Wir produzieren Unmengen von Verpackungsmüll. Auch im öffentlichen Raum sind viele Papierkörbe oft voll und immer wieder landet Müll, wie der von Außer-Haus-Verpackungen, achtlos auf der Straße oder in der Landschaft. Das schadet der Umwelt erheblich, denn dieser Müll besteht in der großen Mehrheit aus Kunststoffen.

Die Natur kann sie nur sehr langsam abbauen – für Plastik braucht sie sogar Jahrhunderte. Bis dahin belasten die Stoffe die Umwelt oder werden zur Gefahr für Wildtiere. Um das zu verhindern, wird dieser wilde Müll in vielen Städten und Gemeinden mit großem Aufwand immer wieder eingesammelt. Aber das löst das Problem nur kurzfristig. Auf lange Sicht ist es daher notwendig, Müll endlich zu reduzieren. Der Handel bemüht sich dabei bereits. Er ist ebenso daran interessiert, unnötiges Verpackungsmaterial zu vermeiden und so seinen gesetzlichen Pflichten nachzukommen und Geld zu sparen. Denn per Gesetz muss jede einzelne Verpackung lizenziert werden, wie die Experten von www.zmart.de erklären. Sie sind für diese Verpackungslizenzierung zuständig und statten Händler oder Hersteller online mit rechtssicheren Verpackungslizenzen aus. Dazu hat jeder selbst viele Gelegenheiten, um für weniger Müll zu sorgen: So vermeiden Sie zum Beispiel beim Einkaufen unnötigen Verpackungsmüll.

Tipp 1: Wiederverwendbare Taschen für den Einkauf

Verschiedene Discounter oder Supermärkte verzichten schon länger auf Plastiktüten. Mittlerweile hat auch der Gesetzgeber reagiert. Mit Jahresbeginn 2022 darf ein Großteil der bisher genutzten Plastiktüten nicht mehr in Umlauf gebracht werden. Welche Alternativen gibt es? Hier nutzen Tüten- oder Verpackungshersteller bereits eine Weile Papier oder Bio-Kunststoff. Beide Materialien verschieben die Müll-Problematik aber nur in eine andere Ecke, weil sie meist ähnlich schnell weggeworfen werden wie Plastiktüten. In puncto Haltbarkeit überstehen die Materialien im besten Fall ohnehin nur einige wenige Einkäufe. Wesentlich besser – langlebiger und umweltfreundlicher – sind dagegen Stoffbeutel oder faltbare, robuste Polyestertaschen. Sie zeichnen sich zudem durch gute Alltagstauglichkeit aus, weil sie zusammengefaltet leicht in andere Taschen oder den Rucksack und manchmal sogar die Jackentasche passen.

Tipp 2: Lose Ware nicht extra einpacken

Kennen Sie „Hemdchenbeutel“ oder „Hemdchentüten“? Das sind die hauchdünnen Tüten, die zum Beispiel neben einem Obst- oder Gemüseregal ausgelegt sind. Dort werden Sie sie auch nach dem Plastiktüten-Verbot 2022 noch finden, denn sie sind weiterhin erlaubt. Etwa drei Milliarden dieser Tüten nehmen Supermarktkundinnen und -kunden davon jedes Jahr mit nach Hause. Dabei ist diese Verpackung für viele Waren gar nicht notwendig. Ansonsten sind mitgebrachte Mehrwegbeutel auch hier immer eine gute Alternative. Verzichten Sie der Umwelt zuliebe freiwillig auf Plastik. Denn immer wieder gelangen vor allem solche kleinen und leichten Plastikverpackungen in die Natur bis hinein in die Meere. Selbst unsere Nord- oder Ostsee sind mittlerweile stark durch Plastikmüll belastet. Für viele Meerestiere bedeutet es dann Lebensgefahr, wenn sie solchen Müll aufnehmen, wie diese Aktion des Aquazoos Löbbecke vor einiger Zeit eindrucksvoll zeigte.

Tipp 3: Unverpackte Ware kaufen

Es gibt sie immer häufiger und nicht nur in Bio-Läden. Supermarktangebote, die auf jede überflüssige Verpackung gleich komplett verzichten. In ganzen „Unverpackt-Läden“ oder bei einzelnen Waren füllen Sie die benötigten Lebensmittel selbst in mitgebrachte Behälter – zum Beispiel Müsli oder Hülsenfrüchte sowie Kaffee und sogar Flüssiges wie Öl oder Reinigungsmittel. Sicher ist diese Art des Einkaufs anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber insgesamt liegt hier das größte Potenzial, unnötigen Verpackungsmüll einzusparen.

Tipp 4: Hygiene bei eigenen Verpackungen funktioniert ganz einfach

Gerade an Ständen oder Theken mit offenen Waren ist Hygiene ein großes und wichtiges Thema. Mitgebrachte Verpackungen könnten durch Verunreinigungen jedes Hygienekonzept unterlaufen. Hier haben sich aber mittlerweile einige Abläufe entwickelt, die den Einkauf mit eigenen Verpackungen sauber und hygienisch halten. Dabei werden Waren zum Beispiel über die Theke gereicht und mit einem leicht zu reinigenden Werkzeug direkt in die Verpackungen der Kunden gefüllt. Oder die stellen ihre Behälter auf ein sauberes Tablett in einem eigenen Bereich der Theke, wo die Verpackungen dann von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Händler schnell und sauber aufgefüllt werden können.

Tipp 5: Mehr Leitungswasser trinken

Das Leitungswasser hierzulande besitzt Trinkwasserqualität. Regionale Wasserwerke informieren immer wieder zu der aufwendigen Aufbereitung, die diese Qualität gewährleistet. Machen Sie davon Gebrauch, müssen Sie weniger oder am Ende gar kein Wasser mehr im Supermarkt kaufen. So brauchen Sie keine schweren Kisten mehr zu schleppen oder vermeiden Plastikmüll durch Mineralwasser in PET-Flaschen. Die Qualität dieses Wassers überragt die des Leitungswassers ohnehin nicht, wie Stiftung Warentest in einem Mineralwasser-Test erst 2020 noch einmal betonte.