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Mini, der „Großmops“

Mini, der „Großmops“
Lisa, Minni und Insekten am Rhein. Das Foto hat Johanna Degens gemacht. Sie hat sich darauf spezialisiert, Tiere in Szene zu setzen. FOTO: Johanna Degens
Für Lisa Lanzillotta ist vor fünf Jahren ihr größter Traum wahr geworden – ein Leben mit eigenem Hund. Von Andrea Kleiner

Seit früher Jugend konnte sie nur fremde Hunde betreuen und ausführen, da die familiäre Situation, Schule und später Ausbildung/Studium, einen eigenen Hund nicht zuließ. Die einzigen eigenen Tiere in Lisas Leben waren ihre Ratten Pepper und Sugar (inklusive 13 Rattenbabys, im Ratenkäfig geboren).

Sehr ungewöhnliche, aber dafür umso interessantere "Haustiere"
Mit ihrer Begeisterung für Hunde hatte sich Lisa ein Hunderassenbuch gekauft und kannte alle darin vorkommenden 150 Rassen vom Akita bis zum Zwergspitz auswendig. Klar, dass Lisa als sportliche junge Frau (Landesliga-Fußballerin und Badminton-Spielerin) sich besonders für sportliche Hunderassen wie den Border Collie interessierte.

Später mit Ehemann, Job in einer Kommunikationsagentur und zusätzlichen Aufträgen als Literaturübersetzerin und neuer großer Wohnung war es dann endlich soweit – ein eigener Hund konnte in ihr Leben treten. Schnell merkte Lisa jedoch, dass es kein Border Collie sein kann, denn in ihrer neuen beruflichen Situation könnte sie dem immensen Bewegungsdrang dieser Hunde nicht gerecht werden.

Schnell rückten die imposanten "sanften Riesen" in den Fokus: Mastiffs. Auf einer Dortmunder Hundemesse haben Lisa und ihr Mann sich die Rasse live angesehen und waren absolut begeistert.

Nach intensiver Suche fanden sie bei einer tollen Züchterin ihre "Mini", die dann mit zwölf Wochen ihr neues Familienmitglied wurde.
Ein Mastiff und "Mini" – geht das denn? Aber natürlich, denn Mini ist ein kleineres Exemplar ihrer Rasse.

"Lustig ist, dass am Rhein alle immer lachen, wenn sie den Namen hören, weil sie denken, er sei ironisch. Aber wenn ich auf andere Mastiff-Besitzer treffe, nicken sie verständnisvoll mit dem Kopf, wenn sie den Namen hören – manche nennen Mini sogar scherzhaft Großmops."

Wie auch immer – das Interesse an ihrer Mini ist gigantisch und mit ihr lernt Lisa auf ihren Rheinspaziergängen viele interessante Leute kennen. Auch die Tierfotografin Johanna Degens war hellauf begeistert von Mini. "Ein echtes Supermodel mit perfektem Posing" - wie dieses Foto beweist.