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Millionen für den Pillebach

Millionen für den Pillebach
Ein so genannter Absturz des Pillebachs am Kleingartengelände „Deutsche Erde“. FOTO: schrö
Er schlängelt sich sieben Kilometer durch den Stadtbezirk, zuerst in Ludenberg, sein Zufluss schon in Hubbelrath, dann durch Gerresheim, um schließlich an der Grenze zu Vennhausen in die Düssel zu münden: Der Pillebach. Von Klaus Schröder

Mit einem Einzugsgebiet von 9,57 Quadratkilometern gehört er zu den kleinen Flussläufen, dessen Zustand den europäischen Gremien zwar nicht berichtet werden muss, aber die EU-Wasserrahmenrichtlinie gilt auch für den Pillebach. Unter dem holprigen Namen "Gewässerbewirtschaftungskonzept" zeigte Axel Heinen vom Düsseldorfer Entwässerungsbetrieb in der Bezirksvertreter-Sitzung im Gerresheimer Rathaus, welche Dienste das Gewässer leistet und welchen Aufwand die Gesellschaft betreiben sollte und betreibt, um dem Bächlein seinen ökologischen Charakter wiederzugeben.

Und ganz praktisch: ohne den Bach sei die Entwässerung des Stadtbezirks unmöglich. Heinen ging alle Abschnitte durch, verwies auf bereits renaturierte Bereiche wie den an der Bergischen Landstraße und gab einen Ausblick: "Im Oktober werden wir mit dem naturnahen Ausbau unterhalb des Golfplatzes beginnen." Dann sollen die Sohlen-Halbschalen entfernt, der Verlauf geschwungen und das Wasser selbst mit Organismen ökologisch aufgewertet werden - nur in diesem Abschnitt für 2,715 Millionen Euro. Ziel ist es unter anderem, dass Fische von der Mündung bis zur Quelle den Pillebach zurücklegen können. Insgesamt sind die Kosten auf 11,5 Millionen Euro geschätzt, von denen 5,2 Millionen eingesetzt wurden. (schrö)

Info Vortrag von Axel Heinen

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)