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Lesung in Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus

Die erste Veranstaltung der Stadtbücherei Gerresheim findet am 30. Januar um 19 Uhr statt, der Eintritt ist frei.

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit. Auschwitz steht symbolhaft für millionenfachen Mord - vor allem an Juden, aber auch an anderen Volksgruppen. 1996 erklärte der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar als Gedenktag für Deutschland. Er verstand den "Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus" als Auftakt einer ständigen Auseinandersetzung mit der Geschichte der NS-Zeit: "Die Erinnerung darf nicht enden; sie muss auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen."

Harald Posny liest zu diesem Anlass aus Büchern von Hanna Zürndorfer (geb. 1925), Aharon Appelfeld (geb. 1932) und Shlomo Graber (geb. 1926).  Alle drei  waren als Juden von den Nationalsozialisten verfolgt und  haben in ihren Büchern ihre Kindheit und Jugend beschrieben: Hanna Zürndorfer den 9. November 1938 in Gerresheim und ihre geglückte Flucht nach England; Aharon Appelfeld und Shlomo Graber die Vertreibung aus ihrer Heimat, Todesmärsche und ihre Arbeit in Konzentrationslagern, aus denen sie 1945 befreit wurden.

Entstanden sind berührende literarische Zeugnisse, die nicht zuletzt eines verbindet:
Alle Autoren lehnen jeden Rachegedanken ab. Sie vermitteln vielmehr Werte wie Toleranz, Respekt und Nächstenliebe.

Die Lesung wird in Kooperation mit der Mahn-und Gedenkstätte Düsseldorf organisiert. Ihr Leiter Dr. Bastian Fleermann spricht einführende Grußworte.