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Kolumne "Ja, is et denn"
Bahnpendler im fernen Weltall

Kolumne "Ja, is et denn": Bahnpendler im fernen Weltall
Redakteur Sven-André Dreyer. FOTO: Nicole Gehring
Ganz ehrlich? Ich fahre, auch entgegen kritischer Stimmen, gerne Bahn. Nicht nur in den Urlaub, auch kürzere Strecken. Von Sven-André Dreyer

Zum Wandern ins Bergische etwa. Oder zu meinem Zahnarzt. Der sitzt in Wuppertal und ist mit dem Regionalexpress ganz vorzüglich zu erreichen. Ich kann aber auch verstehen, dass man, pendelt man täglich zur Arbeit, durchaus genervt sein kann von der Bahn. Wegen Verspätungen oder Zugausfällen oder lästigen Mitpendlern.

All das erlebe ich höchst selten, nur manchmal verzweifle auch ich. Neulich versuchte ich mal wieder vergeblich eine Fahrkarte am Automaten zu ziehen. Technisch war das, warum auch immer, nicht möglich. Herzhaft lachen musste ich trotzdem: Offensichtlich hatte vor mir jemand das gleiche Problem und hatte daraufhin den Automaten beschriftet mit "... aber zum Mond fliegen!" Recht hat er, dachte ich und erinnerte Sonden, die man, scheinbar mühelos, auf Lichtjahre entfernte Kometen steuern kann. War sicher ein Freizeitpendler, der nach Wuppertal wollte.

s.dreyer@duesseldorfer-anzeiger.de