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Zombie-Alarm in Düsseldorf

Zombie-Alarm in Düsseldorf
Filmemacher Hubert Balint hat Düsseldorfs ersten Horrorfilm gedreht. Der 20 Minuten lange Streifen hat bei Youtube fast 2000 Klicks. FOTO: mivi
Düsseldorf im Jahr 2039: Durch einen außerirdischen Bakterienangriff verwandeln sich die Menschen in der Stadt in Untote. Nur Lisa und Tom werden nicht infiziert. Ein Überlebenskampf beginnt. Von Milka Vidovic

Normalerweise dreht Hubert Balint Werbefilme für Unternehmen. Mit seinem Film "Düsseldorf 2039 – Bacterial Attack" wagt sich der Kameramann ans Horror-Genre und verwandelt die Düsseldorfer Bevölkerung in außerirdische Zombies.

Mit zwei Hauptdarstellern und rund 50 Zombie-Statisten nahm Hubert Balint innerhalb von vier Drehtagen Düsseldorfs ersten Horrorfilm auf. Die Idee zu dem Film entstand in einer geselligen Runde bei ihm im Produktionsstudio. "Das hat mich dann motiviert, mir eine kleine Horrorgeschichte für das Drehskript auszudenken. Die anderen sind abgesprungen, aber ich wollte das auf jeden Fall durchziehen", erzählt er. Und so schrieb er innerhalb von vier Wochen das Drehbuch für den etwa 20 Minuten langen Film.

Die Geschichte beginnt in Wersten. Es ist das Jahr 2039. Ein außerirdischer Bakterienangriff verwandelt Menschen in grüne Zombies. Da die Protagonisten Lisa (Mareike Haas) und Tom (Dominik Kowalski) gemeinsam in der Zeit des Angriffes im Keller arbeiten, bekommen sie von der Attacke nichts mit und werden nicht infiziert. Nach dem sie wieder in ihre Wohnung wollen, sehen sie die Katastrophe: Überall im Treppenhaus und auf der Straße liegen Tote. Tote, die wieder auferstehen und den beiden an den Kragen wollen. Für das Paar beginnt ein Überlebenskampf.

Gedreht wurde in Hubert Balints Wohnung in Wersten, im Uhrenpark am Volksgarten, am Hafen an der alten Muskator-Fabrik und auf einem Schrottplatz in Lichtenbroich. "Es war gar nicht so einfach, geeignete Drehorte zu finden. Tagsüber konnten wir gar nicht drehen, denn da sind zu viele Leute, Autos oder Bahnen unterwegs. Da in unserem Film die Düsseldorfer Opfer einer Infektion geworden und gestorben sind, musste es ja menschenleer sein", erklärt Hubert Balint.

Der Film wurde komplett ohne Budget produziert. Die beiden Hauptdarsteller und die Zombie-Statisten haben ohne Bezahlung in den kalten April-Nächten gedreht. "Alle haben so super mitgemacht und das ohne Gage. Gerne hätte ich den Leuten wenigstens die Anfahrt erstattet, aber ich habe keinen einzigen Sponsor finden können", bedauert Balint.

Aus Kostengründen sind auch die Zombies grün. "Wir hatten ja auch kein Budget für Kostüme. Ich wollte eigentlich rote Zombies, dass sollte deren Aggressivität ausdrücken. Aber ich hatte nur grüne Theaterschminke übrig. So nahmen wir einfach die", erklärt der Kameramann schmunzelnd.

Hubert Balints Film ist auf Youtube zu sehen und hat dort fast schon 2000 Klicks. Wer den Film sehen möchte, gibt dort in die Suchleiste "Düsseldorf 2039 – Bacterial Attack" ein oder folgt dem Link: https://www.youtube.com/watch?v=iZrAHgLRggQ&t=43s