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Auch 2016 heißt es "Düsseldorf setzt ein Zeichen"
Hilfe für die Armen

Auch 2016 heißt es "Düsseldorf setzt ein Zeichen": Hilfe für die Armen
Mit Mützen, Handschuhen und Schlafsäcken tatkräftige Hilfe für Menschen auf der Straße leisten - auch das ist die Bürgerstiftung Düsseldorf. Suzanne Oetker von Franquet (li.) und Sabine Tüllmann wollen wieder ein Zeichen setzen. Marion Gather (re.) von der Altstadt-Armenküche freut sich über Unterstützung für obdachlose Menschen. FOTO: ho
5.500 Einkaufsgutscheine Gutscheine im Wert von jeweils 20 Euro, eine Gesamtsumme von 160.000 gespendeten Euros - das ist das Ergebnis der Initiative "Düsseldorf setzt ein Zeichen" im vergangenen Jahr. Jetzt sagt die BürgerStiftung Düsseldorf: "Wir machen weiter!" Von Yvonne Hofer

"Die ersten Spenden sind schon da", sagt Sabine Tüllmann von der BürgerStiftung. Sie sagt: "Wir haben 2015 viel geschafft. Und dann liest man wieder von Alters- und Kinderarmut in Düsseldorf." Genau deshalb bleibt "Düsseldorf setzt ein Zeichen" keine Eintagsfliege.

Die Idee war 2015 im Zuge des wachsenden Zustroms von Flüchtlingen geboren. Von Anfang an war aber klar: Es wird Flüchtlingen geholfen, aber auch Obdachlosen, armen Senioren und armen Kindern. Und so wurden die Einkaufsgutscheine schließlich in Seniorenheimen, Flüchtlingsunterkünften und Kinderheimen verteilt. "Mit den Gutscheinen können die Menschen eigenständig einkaufen gehen", sagt Tüllmann. Mit der Aktion wird aber auch klar gezeigt: Es gibt in Düsseldorf Menschen, die arm sind, Familien, die sich kaum etwas leisten können.

Ab sofort wird bis zum 16. Dezember wieder Geld gesammelt. Das Betrag, der bis dahin bei der BürgerStiftung, eingeht, wird in Form von Gutscheinen verteilt. Geld, das über diesen Tag hinaus gespendet wird, fließt in weitere Projekte, die von der BürgerStiftung gefördert werden.

Für Obdachlose wird es in diesem Jahr keine Gutscheine geben, sondern Mützen, Schlafsäcke, Handschuhe, Schals und warme Unterwäsche. "Außerdem rufen wir alle Unternehmen in Düsseldorf dazu auf, sich zu überlegen wo sie helfen können", sagt Suzanne Oetker-von Franquet. "Gehen Sie mit offenen Augen durch die Stadt!"

Marion Gather arbeitet seit 22 Jahren für die Altstadt-Armenküche. Sie sagt: "Wir waren im vergangenen Jahr sehr berührt von der großen Solidarität und Hilfsbereitschaft in der Stadt." Es habe anfangs durchaus die Sorge gegeben, dass durch die große Hilfsbereitschaft für Flüchtlinge die Bedürftigen in Düsseldorf untergehen könnten. Doch das Gegenteil sei der Fall gewesen. Das "Zeichen" hat uns gut getan sagt sie. Und so soll es auch in diesem Jahr sein.

 Interessierte Betriebe können bei der BürgerStiftung Spendendosen bekommen, mit denen sie dann sammeln gehen. "Die Interessengemeinschaft Düsseldorfer Schützen und die Karnevalisten werden uns dabei auch unterstützen", sagt Sabine Tüllmann. Durch das Engagement des Brauchtums alleine kamen 2015 satte 9.000 Euro zusammen.

Jetzt heißt es also wieder: Düsseldorf setzt ein Zeichen und sammelt Spenden für die Armen in der Stadt. "Jede noch so kleine Spende schenkt Freude und ist ein Zeichen der Solidarität!"