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Die Parodie der Parodie der Parodie

Die Parodie der Parodie der Parodie
Großartig: Lou Strenger als Polly Peachum und Serkan Kaya als Macheath. FOTO: Sandra Then
(ho) Düsseldorf am 11.11. Der Karneval hat begonnen und im Central des Düsseldorfer Schauspielhauses feiert Brechts "Dreigroschenoper" Premiere. Mit etwas über drei Stunden Länge durchaus eine sportliche Herausforderung.

Regisseur Andreas Kriegenburg betont schon im Vorab-Gespräch mit Intendant Wilfried Schulz seinen Willen zu amüsieren. Das gelingt in weiten Teilen. Er macht aus der "Dreigroschenoper" eine grelle Nummernrevue.

Eine Parodie der Parodie der Parodie. Ein bisschen Tim Burton-Optik, ein bisschen Zombie-Apokalypse. Kaputt sind sie alle irgendwie, diese Armen. Schon beim Haifischsong (hinreißend) von Cennet Rüya Voß fallen dem Moritatensänger Stücke aus dem Gesicht. "Naturgrind ist natürlich nie das, was Kunstgrind ist."

Die großen Momente des Abends gehören den singenden Schauspielern. Allen voran Lou Strenger als Polly Peachum.