| 15.05 Uhr

Sagenhaft
„Der Herr der Ringe“ als Konzertereignis

„Der Herr der Ringe“ als Konzertereignis
Billy Boyd als Pippin in der „Herr der Ringe“-Verfilmung. FOTO: Star-Entertainment
Wie klingt das Land Mordor, wo die Schatten drohen? Welche Töne schlägt das liebliche Auenland an? Was ist Musik für elbische Ohren? In Düsseldorf werden J.R.R. Tolkiens "Der Herr der Ringe" und "Der Hobbit" zum erzählerischen Konzertereignis. Von Stefan Pucks

Der Engländer John Ronald Reuel Tolkien (1892–1973) wurde mit seinem mystischen Romanzyklus weltberühmt. Ein ganzes Leben lang widmete er sich der "Historie" seines fiktiven Reiches Mittelerde. Seine Geschichten dienten etlichen Film- und Buch-Werken als Inspiration - so etwa auch Regisseur George Lucas für seinen Blockbuster "Krieg der Sterne". Doch vor allem die Neuverfilmung von Peter Jackson (ab 2001) löste eine Renaissance des Ring-Kultes aus. In der Filmtrilogie "Der Hobbit" wurde diese fortgesetzt.

Es sind die mit Oscars überhäuften Dreiteiler des Neuseeländers (17, davon 3 für Jackson), die die Basis für das außergewöhnliche Musik- und Erzähltheater bilden, das am 14. Januar im Düsseldorfer Capitol Theater gastiert - als Live-Konzert mit Symphonieorchester, stimmstarkem Auenland-Chor und dem Tolkien-Ensemble. Präziser gesagt sind es die Leitmotive, die atmosphärisch dichte Filmmusik von Oscar-Preisträger Howard Shore inklusive der Solo-Welterfolge von Annie Lennox ("Into the West"), Enya ("May it Be") oder Ed Sheeran ("I See Fire").

Entsprechend ist die Produktion, die eine sagenhafte Welt in einer zweistündigen Abendaufführung mit fast 100 Mitwirkenden zum Leben erweckt, mit "Der Herr der Ringe & Der Hobbit - das Konzert" überschrieben. Doch es sind nicht allein die musikalischen Kompositionen, die die Besucher in ihren Bann ziehen. Auch auf der Erzähl-Ebene ist die Veranstaltung erstklassig unterwegs. So ist es Schauspiel-Star Ben Becker, der nach der "Bibel" dem nächsten Monumentalwerk seinen Stempel aufdrückt und das Publikum mit seiner unnachahmlichen Stimme beeindruckt. Er wird durch die Geschichte führen, die außerdem durch einen Beitrag von Hollywood-Legende Sir Christopher Lee ergänzt wird. Lee spielt in der Erfolgs-Verfilmung jenen Zauberer Saruman, den die Macht des einen Rings, den der körperlose Schrecken Sauron verzweifelt suchen lässt, korrumpiert und schließlich ins Verderben führt; im Capitol-Theater untermalt mit bedrohlichen Klangteppichen, bombastischen Pauken und schließlich leisen, sehnsuchtsvollen, lyrischen Flötentönen. Ende!

!14.1., 20 Uhr, Capitol-Theater, Erkrather Str. 30, Düsseldorf, mehr.de