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Auf dem Weg zum Zustand vor „Ela“

Auf dem Weg zum Zustand vor „Ela“
Umweltdezernentin Helga Stulgies und NRW-Umweltminister Johannes Remmel begießen die geschlossenen Baumlücken an der Allee auf der Völklinger Straße. FOTO: Nicole Gehring
Mit der Pflanzung von jungen Bäumen auf der vom Pfingststurm „Ela“ stark in Mitleidenschaft gezogenen Allee an der Völklinger Straße schließt die Stadt weitere grüne Lücken. Das musste begossen werden. Von Stefan Pucks

Mit jeweils einer Gießkanne im Anschlag haben sich Düsseldorfs Umweltdezernentin Helga Stulgies und NRW-Umweltminister Johannes Remmel in Position gebracht. Gemeinsam wässern sie einen der insgesamt 92 neuen Bäume entlang der Völklinger Straße, die mit Abschluss der dritten Pflanzsaison nach dem Unwetter eingesetzt worden waren und damit einen weiteren Schritt auf dem Weg zum Zustand vor „Ela“ darstellen. Davor steht natürlich noch viel Geduld. „Die neu gepflanzten Bäume hier sind etwa 10 bis 15 Jahre alt. Weitere 20 werden vergehen, bis die Allee hier wieder so aussieht wie vor dem Sturm“, sagt Jan Schmandt von der Projektgruppe „Ela“ im Gartenamt.

Helga Stulgies rekapituliert: „2014 sind uns 3224 Straßenbäume verloren gegangen, inzwischen sind aber auch 1800 wieder neu eingesetzt worden.“ Für Minister Remmel auch das Resultat bürgerschaftlichen Engagements: „Das Stadtgrün liegt den Menschen in Düsseldorf sehr am Herzen. Die große Spendenbereitschaft der Bürgerinnen und Bürger macht die Wertschätzung für unsere Bäume und die Natur deutlich.“ In den ersten fünf Monaten nach „Ela“ waren rund 3,3 Mio. Euro Spendengelder inklusive einer Zuwendung des Landes über knapp 580.000 Euro zusammen gekommen.

Inzwischen hat der Stadtrat beschlossen, das grüne Herz der Stadt, den Hofgarten, ab dem kommenden Jahr für weitere rund 5,8 Mio. Euro in drei Bauabschnitten wieder „aufzuforsten“. Projektgruppen-Mitglied Jan Schmandt freut sich drauf: „Das ist für uns eine große Herausforderung, eine Chance, für jeden motivierten Gartenamtsmitarbeiter, die wohl nicht wieder kommt.“ Er hält kurz inne und lächelt dann: „Die hoffentlich niemals wieder kommt!“

(City Anzeigenblatt Duesseldorf)